Über die Künstlerin und Ihr Werk
Die Nähe zweier Schultern, die Hände im Schoß, ein angewinkelter Fuß, das Übereinanderschlagen der Beine, das Greifen eines Löffels, gemusterte Söckchen, Absatzschuhe oder ein konzentrierter Blick. In den Ölmalereien von Mareike Groß erzählen kleine Gesten und unscheinbare Details von Nähe, Identität, Sehnsucht und Selbstwahrnehmung. Mit großer Aufmerksamkeit für scheinbar beiläufige Momente lenkt die Künstlerin unseren Blick auf jene Haltungen und Begegnungen, in denen sich Emotionen, Beziehungen und Erinnerungen offenbaren. Dabei reichen ihr kleine Beobachtungen, um von Kindheit, Sehnsucht, Selbstbewusstsein, Schüchternheit oder Annäherung zu erzählen.
Die Titel ihrer Werke sind konkret („Schokoladeneis“, „Erdbeeren pflücken“, „Zusammensitzen“, „Blaue Söckchen mit mini Herzen“), beschreibend („Organic“) oder einladend („Let’s dance together“). Es sind in Gesten eingefangene Momente in den Werken von Mareike Groß, deren Energie und Emotion sich auf uns überträgt. Gerade in dieser Feinfühligkeit entfalten ihre Bilder eine besondere Präsenz und laden dazu
ein, genauer hinzusehen.
Mareike Groß (*2001 in Filderstadt) studiert an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in der Klasse von Sophie von Hellermann. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Karlsruhe.