Sandra Mann

091000-0005 VIP

, 2000
  • Material
    C-Print
  • Production Method
    Benefiz Sonderedition Round Table,
    rückseitig signiert, datiert und nummeriert
  • Edition Size
    100
  • Measurement
    24 x 36 cm
  • Details about the frame
    Handgefertigter weiß lasierter Ahorn-Holzrahmen, inkl. Passepartout und inkl. entspiegelten Museumsglas. Außenmaße ca. 50,6 x 39,2 cm. Inkl. rückseitiger Hängeleiste, staubdicht verschlossen.
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Über die Edition

Ein Händchen haltendes Paar, die Frau im durchsichtigen Kleid, im Dunkeln sind weitere Menschen zu vermuten – eine Partyszene. Fotografiert 2000 von Sandra Mann mit einer kleinen analogen Kamera im „Nightlife“, so auch der Titel der Serie. Den signierten C-Print selbst hat sie „091000-0005 VIP“ genannt. Daran sind Aufnahmedatum und Bildnummer abzulesen. Doch „VIP“ erzählt noch viel mehr. Sandra Mann, damals 30-jährig, arbeitete in Bars und Clubs. „Da ich die Kamera immer dabei hatte, habe ich die Motive ‚gefunden‘, aber auch mit dem Auge einer ‚Suchenden‘“, so die Künstlerin. Dabei ist sie versessen aufs Detail. „VIP“ zeige die Abhängigkeiten zwischen den Geschlechtern. „Eine halbnackte Frau hält die Hand eines Mannes, der ein rotes Einlassbändchen trägt. Damit (er)hält sie sozusagen die Eintrittskarte in den Club“ ‒ „vielleicht aber auch der Mann“, fügt sie hinzu. Die Künstlerin urteilt nicht, sondern wirft stattdessen Fragen auf. Es sind Fragen, die hängen bleiben. Sie prägen sich genauso ein wie dieser kleine Ausschnitt aus einem wahrscheinlich gut gefüllten Club. So fächert sich plötzlich ein ganzes Gesellschaftspanorama auf, wo vorher nur eine erotisch-romantische Partyszene war.

Über die Künstlerin

„Die Kamera ist ihr Wegbegleiter, ihr verlängerter Atem, fast möchte ich sagen, ein Geruchsorgan.“ So beschrieb kein Geringerer als der Schweizer Kunsthistoriker und Kurator Jean-Christophe Ammann bewundernd den besonderen Instinkt der Fotografin Sandra Mann. Früher flogen ihr auf ihren Streifzügen die Motive quasi zu. Sie habe „die unmöglichsten Bilder“ einfangen können, sagt sie selbst. Das gibt ihren Fotografien eine faszinierende Beiläufigkeit. Und dennoch „beißt“ sich der Blick stets fest an einem präzise eingefangenen Detail, verharrt auf vermeintlich Flüchtigem.

Seit einigen Jahren indes inszeniert Sandra Mann verstärkt ihre Bilder – teilweise sehr aufwendig, allerdings ohne dass der Aufwand sichtbar würde. Denn immer noch hat sie dasselbe Ziel: „Prinzipiell versuche ich Bilder zu machen, die wie aus dem Leben heraus aufgegriffen wirken, gleichzeitig arbeite ich jedoch wie eine Malerin, der die Wichtigkeit von Form, Komposition und abgebildeten Inhalten klar ist und die diese sehr bewusst einsetzt.“

Die Werke von Sandra Mann sind u. a. im Museum für Moderne Kunst Frankfurt, im MUCA, Mexiko-Stadt, und in der Kunsthalle Wien ausgestellt; vertreten ist sie etwa in der DZ Bank, in der Kunsthalle Mannheim sowie in der Art Collection Deutsche Börse, einer der bedeutendsten Sammlungen internationaler zeitgenössischer Fotografie.

Latest Exhibitions (Selection)

2020, Sandra Mann & Stephan Siebers, Galerie Uhn, Königstein
2019 Waldlife – Hue, New Space Arts Foundation, Goethe-Institut Hanoi, Vietnam & Frankfurt & Polarraum, Hamburg
2016/2017, The Female Portrait, Art Collection Deutsche Börse, The Cube, Eschborn
2016, DOPPELGÄNGER, TAM Torrance Art Museum, Torrance; Projektion - Fotografische Behauptungen, Darmstädter Tage der Fotografie,Kunsthalle Darmstadt; Erste Botschaft: Frohe Botschaft, Uferhallen, Berlin; Alptraum, Berlin Gallery Weekend, RAE (HQ), Space for Contemprary Art, Berlin; Hot August Nights, BLAm Projects - Brooklyn Los Angeles meet, Los Angeles; HOMING PIGEON (KIRJEKYYHKY), Forum Kortteli, Turku & Naantali Spa Gallery, Turku
2015, SELF VENICE 2015 - INTERNATIONAL ART FESTIVAL, LIQUID ROOMS IV – THE BODY LANGUAGE, Venedig; War is Over!, Kunstraum Dreieich/Artspace Frankfurt; Art Fair Cologne, Galerie Shia Bender, Köln; Alptraum, visual voice gallery, Montreal QC
2014, organigramma x ontologia / ontology x organization, Roberto Annecchini, Change & Partner Contemporary Art, Bracciano, Rom; Alptraum, UGM Maribor Art Gallery, Maribor; Art Exhibition of Selfportraits, Museum of New Art (Detroit MONA), Armada, Michigan; Fotografie, Regierungspräsidium Darmstadt
2013, Wurzeln weit mehr Aufmerksamkeit widmen, Kunstverein Familie Montez, Der Laden, Weimar; Mensch-Natur, Critica Zeitschrift f. Philosophie u. Kunsttheorie, Kunstraum Dreieich/ Artspace Frankfurt
2012, Crossover / Positionen an der Grenze zur Fotografie, Ausstellungshalle Frankfurt/Main; Neue Welten. Perspektiven aktueller Kunst Kunsthallen Offenbach; Alptraum – The Nightmare never ends, X-Project Space Berlin
2011, No Fashion please!, Strapinski’s Schicksal, Kunsthalle Wien; Alptraum, Deutscher Künstlerbund, Berlin / Cell, London; No Fashion please!, Strapinski`s Schicksal, Kunsthalle Wien; Geile Welt, Oberfinanzdirektion Frankfurt/Main

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