K. H. Hödicke

Magic Window Cleaner II

, 1967
  • Material
    Siebdruck auf Plexiglas
  • Production Method
    Die Plexiglasscheibe ist rückseitig vollflächig im Siebdruckverfahren rot bedruckt, während auf der Vorderseite auf einem vertikalen Streifen in der Breite eines ebenfalls gedruckten Fensterwischers die bedruckte Plexiglasfläche sichtbar bleibt.
  • Edition Size
    80
  • Measurement
    83 x 59 cm
    Auflage 80
    handsigniert und nummeriert
  • Details about the frame
    Handgefertigter schwarz lasierter und gewachster Ahorn-Holzrahmen, ohne Glas, die Arbeit ist von hinten mit einer Distanzleiste montiert. Außenmaße ca. 85,8 x 61,5 cm. Inkl. rückseitiger Aufhängung
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Über die Edition

„Magic Window Cleaner“ ist ein Siebdruck auf Plexiglas. Die leuchtend rote Fläche gewinnt durch das Material Tiefe und erinnert an eine glatte Fensterscheibe. Am linken Rand ist ein Fensterreiniger integriert. Von dort zieht sich ein klarer vertikaler Streifen nach unten – und zeigt die Spur einer scheinbaren Reinigung. Doch obwohl eine Bewegung angedeutet wird, bleibt die Fläche undurchlässig. Genau in diesem Widerspruch liegt die Spannung der Arbeit. In dieser Edition zeigt sich wunderbar Hödickes Interesse daran, Alltägliches in einen neuen Zusammenhang zu stellen. Der Fensterreiniger wird vom Gebrauchsgegenstand zum bewussten Bildelement. „Magic Window Cleaner“ ist damit eine Arbeit über Wahrnehmung – über die Vorstellung von Klarheit und über das Paradox, dass selbst ein sichtbarer „Reinigungsakt“ nicht automatisch Transparenz schafft.

Über den Künstler

Mit „Großgörschen 35“ fing alles an: Als es in Berlin nach dem Ende seines Kunststudiums 1964 nur eine Handvoll kommerzieller Galerien gab, gründete der Maler K. H. Hödicke (1938 - 2024) gemeinsam mit Markus Lüpertz und Bernd Koberling die legendäre Produzentengalerie. „Immer am ersten Freitag im Monat luden wir zur Vernissage“, erinnerte sich Hödicke später. „Es gab Fassbier, Schnaps und Kunst. 300 Leute kamen.“ Schon früh setzte Hödicke – gegen den damaligen Trend – auf eine expressive, figurative Malerei. Von 1974 bis 2005 lehrte er an der Berliner Universität der Künste und prägte als Professor eine ganze Generation: Rainer Fetting, Salomé und Helmut Middendorf entwickelten aus seinem expressiven Strich und der lustvollen Farbigkeit jene Bildsprache, für die sie als „Neue Wilde“ bekannt wurden. Hödicke gilt als ihr geistiger Vater. Seine Werke befinden sich heute in bedeutenden Sammlungen, darunter die Berlinische Galerie, die Pinakothek der Moderne in München, die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland in Bonn sowie das MoMA in New York.

Hödicke ist mit seinen Werken u.a. in den Sammlungen der Berlinischen Galerie und der Pinakothek der Moderne in München, in der Sammlung zeitgenössischer Kunst der BRD in Bonn, im MACBA in Barcelona und im New Yorker MoMA vertreten.

Latest Exhibitions (Selection)

"030" war der Titel der Solo-Show von K.H. Hödicke im Berliner Telegraphenamt, die von Dezember 2023 bis Januar 2024 lief.
Am 12. Februar 2025 organisierte das Forum an der Museumsinsel mit dem Titel "Nachhall einer Vision" eine Ehrenausstellung für Hödicke, zum Gedenken an seinen Tod.
2020 zeigte die Staatliche Graphische Sammlung München / Pinakothek der Moderne eine K. H. -Hödicke-Retrospektive, die im Palais Populaire in Berlin zu sehen war, 1977 nahm der Künstler an der documenta 6 in Kassel teil, 1964 stellte K. H. Hödicke in der von ihm u.a. mit Markus Lüpertz und Bernd Koberling gegründeten Berliner Produzentengalerie Großgörschen 35 aus.