Georg Baselitz Wienballett, 1990/91 Material Kaltnadelradierung grün und schwarz Edition Size 30 Measurement Papiermaß: 54 x 39 cm, Platte: 35 x 25 cm Auflage 30 signiert, nummeriert und datiert Details about the frame Handgefertigter gewachster Kirsch-Holzahmen, Außenmaße ca. 58,8 x 44,2 cm, inkl. 10mm Distanzleiste, Museumsglas und rückseitiger Aufhängung. The new and affordable way to buy contemporary art Strictly limited and signed art editions Limited stock From emerging talents to today’s most sought-after artists Easy and free sign-up to shop our weekly deals SIGN UP NOW Already have an account? Über die Edition Anfang der 90er Jahre experimentierte er in einer sehr produktiven Phase mit der Kaltnadeltechnik, eine Art des Radierens, das Spontaneität und Eigenheit zulässt und schuf eine ganze Reihe von Blättern in schwarz und lindgrün. „Zum Tanzen braucht man Beine. Ich bin zwar kein Tänzer, aber wie sie sich bewegen müssen, weiß ich schon.“ Im Blatt „Wienballet“ tritt Baselitz für sein berühmtes Zitat den visuellen Beweis an und interpretiert den tanzenden Körper auf elegante Weise als eine sich durch Bewegung auflösende Form. Schwarzschraffierte Flächen umschwirren den Körper wie Notenpunktierungen, die sich ihre Linie selbst bestimmen. Ein leichtes Motiv, eine Heiterkeit, die selten in seinem Werk aufblitzt. Über den Künstler Lange ist es her, dass Georg Baselitz der Weißenseer Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Ost-Berlin, an der er 1956 sein Malereistudium begonnen hatte, wegen „gesellschaftspolitischer Unreife“ verwiesen wurde – heute ist er einer der wichtigsten bildenden Künstler seiner Generation. Früh durch seine „obszöne Motivwahl“ in der BRD skandalisiert, malt Baselitz seit 1969 seine Motive in wild-gestischem Duktus auf dem Kopf stehend – ein Akt der künstlerischen Befreiung und zugleich eine Entscheidung, die ihm zum Durchbruch verhalf und sein Werk unverwechselbar gemacht hat. Anfang der 1980er Jahre wandte er sich zusätzlich der Skulptur zu, die er mit der Motorsäge aus Holzblöcken schnitt und bemalte. Wie in seiner Malerei beschäftigte er sich auch in diesen Arbeiten mit dem Erbe des deutschen Expressionismus. Wenngleich sich Baselitz nie als Historienmaler verstanden hat, lässt ihn die deutsche Geschichte bis heute nicht los. Noch mit 85 Jahren sucht er nach Antworten darauf, was es bedeutet, nach 1945 ein deutscher Künstler (gewesen) zu sein: „Der Kampf ist noch nicht zu Ende. Gerade jetzt gibt es auch immer noch ein paar Dinge, die ich unbedingt machen muss.“ Ende April 2026 ist der Wahl-Salzburger im Alter von 88 Jahren verstorben. Latest Exhibitions (Selection) Die Werke von Georg Baselitz sind in allen bedeutenden institutionellen Sammlungen der Welt zu finden. Noch in jüngster Zeit wurden wichtige Einzelaspekte seines Schaffens präsentiert, etwa in den Gallerie dell’Accademia, Venedig (2019), im Centre Pompidou, Paris (2021/22), im Museo di Palazzo Grimani, Venedig (2021/22), und in der Morgan Library & Museum, New York (2022). 2023 sind Baselitz-Ausstellungen u.a. in der Pinakothek der Moderne, München, in der Albertina, Wien, und in der Hall Art Foundation zu sehen. Neueste Ausstellungs-Highlights waren und sind: A confession of my Sins. White Cube Bermondsey, London (2024) Feet First, Munchmuseet, Oslo (2025). The Mannerist Mind, Museum of Fine Art, Budapest (2025) A Life in Print, Kode, Bergen, Norwegen (bis März 2026). AVANTI ! Retrospektive. Museo Novecento, Florenz (25. März – 13. Sept 2026) Links of Interest (Selection) Georg Baselitz in der Pinakothek der Moderne Georg Baselitz’ Kunst im Bundestag Die Baselitz-Ausstellung im Haus der Kunst, München Ausführliche Rezension zur Münchner Schau in der „Zeit“ Die Deutsche Welle anlässlich Baselitz`80. Geburtstag Discover More Art Jenny Holzer Selection from Living 1980–82, 1999 A.R. Penck Ariadne - Minotaurus, 1992 Lothar Quinte Quasar (orange Variante), 1973 Rosa Loy Manna, 2011 Georg Baselitz 45 - Juni, 1990 Jörg Immendorff Weltlauf, 1998