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Lottas
Der mexikanische Künstler Lottas a.k.a. Felipe Espinosa lernte sein Handwerk von den Besten, darunter etwa der renommierte Drucker Alfredo Mereles, ein Mitglied des Taller de Gráfica Popular. Geboren 1973 in Mexico City, lebt Lottas heute in Playa del Carmen. Der Künstler stellt seit 2004 in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen in Mexiko wie auch international aus, unter anderem in London und Chicago sowie auf Kunstmessen in Paris und Deutschland.
Lottas, Craneo del Azar
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Sebastian Nebe
Sebastian Nebe gelingt immer wieder ein ganz besonderes Kunststück – so auch in seinem Unikat „Bungalow” in Öl: Er verschafft uns einen Zugang zu verschiedenen Zeitebenen der Orte, die er in den Blick nimmt – in einem einzigen Bild. Wie in einem unsichtbaren Zeitraffer nehmen wir den einst urwüchsigen und jetzt vom Menschen in Besitz genommenen Wald oder das einst bewohnte und jetzt zerstörte Haus wahr. So wirkt Nebes „Bungalow“ wie das Setting eines längst abgedrehten Films. Kunst- und Zivilisationsgeschichte sind spürbar zugegen in seinen Werken, die nichtsdestominder ganz eindeutig in der Gegenwart verortet sind.
Sebastian Nebe, Bungalow (Unikat)
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Christoph Niemann
Christoph Niemanns Tusche-Arbeit „The Highline at 15th Street“ entstammt seiner New Yorker Bilderreihe – und zeigt die ehemalige Güterzugtrasse, die sich heute begrünt als Park durch die Metropole zieht. Genauso verdichtet wie einladend wirkt seine ehemalige Wahlheimat hier. Mit zielsicher gesetzten und der Kraft des Weißraums vertrauenden Pinselstrichen skizziert Niemann eine Großstadtszene, in der jeden Moment das pulsierende Leben New Yorks Einzug erhalten könnte.
Christoph Niemann, The Highline at 15th Street (Unikat, Tusche auf Papier)
Available
Nadine Wölk
Es ist ein tiefes und irgendwie vertrautes Blau, das aus den „Nightlife III“-Werken von Nadine Wölk dunkel strahlt – dunkel wie die Nacht, in denen die Dresdner Künstlerin so furios mit Lichtreflexen spielt, ihren Namen verdanken. Vertraut ist das Blau vielleicht auch deshalb, weil es aus Kugelschreibern stammt – eine zeitaufwendige, von ihr aufgrund eines Zufalls erprobte Maltechnik, die für Wölks Hingabe spricht. Die Künstlerin arbeitet oft mit alltäglichen Materialien, darunter auch Filz- und Lackstifte oder Schreibpapier aus Hotels. Was sie einfängt, ist Coolness und Intimität zugleich. Dass sie den Porträtierten nahe ist, ist unmittelbar zu spüren. Was ihr dabei jedoch gelingt: dass sich der Betrachter in keiner Weise ausgeschlossen fühlt.
Nadine Wölk, Nightlife III. 11 (Unikat)
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Sigmar Polke
Die Serigrafie „Hallucie“ von 1998 hat eine Auflage von nur 70 Exemplaren. Eines davon befindet sich in einer der wichtigsten Kunstsammlungen weltweit: Das MoMA in New York beherbergt dieses Werk von Sigmar Polke. Die Darstellung folgt der Idee einer russischen Matrjoschka und ihrem Figur-in-der-Figur-Prinzip: So positionierte Polke hier eine seitlich stehende Frau mit blondem Haar und rosafarbenem Kleid im nur umrisshaft festgehaltenen Körper einer madonnenähnlichen Gestalt. Diese blickt mit verklärt anmutendem Ausdruck in Richtung des Betrachters. Die ineinander geschachtelten Frauen sind in der für Polke typischen Rastertechnik gemalt. Der Hintergrund in Schwarz-Weiß wirkt ironisch gebrochen, denn aus den Mustern und Formen ragen Gesichter von Mensch und Tier hervor.
Sigmar Polke, Hallucie
Out of stock
Alexandra Carr meets Paz de la Huerta
Die Printfotografie „Paz de la Huerta. The birds didn’t die over the winter“ und der gleichnamige Band sind das Zeugnis einer intensiven Zeit zweier Frauen: die eine, die renommierte Modefotografin Alexandra Carr, befand sich in einer Schaffenskrise; die andere, die Schauspielerin Paz de la Huerta, trauerte um eine gerade zu Ende gegangene Beziehung. Tausende von Fotos schoss Carr damals mit ihrer Nikon-Kamera mit 35-Millimeter-Objektiv von ihrer Freundin. Das war kurz nach de la Huertas Dreh für den Kinofilm „Enter the void“, der später in Cannes 15 Minuten Standing Ovations bekommen sollte, und noch vor ihrem großen Durchbruch mit der HBO-Serie „Boardwalk Empire“ – und Jahre bevor sie ihre Stimme als eine der Frauen erhob, die Filmproduzent Harvey Weinstein sexueller Übergriffe beschuldigten.
Alexandra Carr meets Paz de la Huerta, Paz de la Huerta. The Birds didn't die over the winter
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Dorothy Iannone
Welche Antwort gibt man auf diese Frage: „Doesn't everyone make mistakes in September?" Auf 2014 datiert ist diese Edition in Schwarz-Weiß. Die Originalzeichnung entstand bereits 1976. Damals zeichnete Dorothy Iannone das Motiv auf eine Postkarte. Noch im selben Jahr gab die in Boston, Massachusetts, geborene Künstlerin ihrem Leben eine neue Richtung und ging mit einem DAAD-Stipendium nach Berlin. Dort lebt sie bis heute. Neben dem ironisch anmutenden Text der Zeichnung fällt Iannones explizite Bildsprache ins Auge, ein Mix aus Comic-Ästhetik und tantrischer Malerei bzw. buddhistischer Motivik. Letztere entdeckte die Künstlerin auf ihren Auslandsreisen.
Weibliche Sexualität, freie Liebe: Iannones Kunst der Kompromisslosigkeit verweigert bereits seit den 1960er Jahren die Zensur. In Gemälden, Texten, Bilderzählungen und Filmen kämpft sie für die Emanzipation. Ihr Werk dreht sich um die sexuelle, aber auch intellektuelle Unabhängigkeit der Frau und ihrer Gleichheit im Verhältnis zum Mann.
Dorothy Iannone, Doesn’t Everyone Make Mistakes in September?
Available
Laura Bruce
With drawing, I like the feel, the sound, and the simplicity of soft graphite on paper“, hat Laura Bruce 2017 in einem Interview mit der Kunsthistorikerin Julia Rosenbaum gesagt. Zeichnungen standen am Anfang der künstlerischen Arbeit der US-Amerikanerin, die seit 1990 in Berlin lebt. Und zu diesem Medium ist die 60-Jährige nach einer langen Laufbahn in den Gattungen Malerei, Skulptur, Installation, Video und Performance inzwischen auch wieder zurückgekehrt.
Laura Bruce, From the Blood Meridian Series
Available
Lawrence Weiner
Was wir in „A & The as an A in a Whirl“ (2008) sehen, ist etwas zwischen einer Idee und einer Skulptur aus Sprache. Wir erkennen ein Werk des US-amerikanischen Konzeptkünstlers Lawrence Weiner darin. Der Vorreiter dieser immateriellen Kunst bevorzugt abstrakte Texte. Der vorliegende erscheint in der für Weiner charakteristischen Form: Großbuchstaben, markanter Schriftzug und reduzierte Farbgebung. Das Rot und Blau unterstreicht den Text als Mitteilung. Welche Botschaft das Textbild aber hat, entscheidet allein sein Betrachter. Wer hier im Strudel der Worte gefangen ist oder von ihnen hinausgewirbelt wird, bleibt Interpretation. Die Wahrnehmung als solche, das Denken selbst wird in dieser Arbeit gespiegelt. Durch überraschende Wort-Sinn-Beziehungen, visuelle Knappheit und pointierte Zeichen stellt dieses Kunstwerk Fragen, ohne die Antwort in den Mund zu legen.
Lawrence Weiner, A & The as an A in a Whirl
On inquiry
Ed Ruscha
Ed Ruscha is a pioneer of American conceptual art who influenced artists like Bruce Nauman all the way to Lawrence Wiener.
He is celebrated as the “King of the West Coast” for his unique visual language that reaches all the way from cool, elegant and desolate petrol stations and neon sign advertisements to letter pictures in which he explores the banality of everyday metropolitan life and the mass media.
Ed Ruscha, Metro Mattress #4
Idris Khan
Mit seinem radikal reduzierten „Schwarzen Quadrat auf weißem Grund“ verabschiedete der russische Maler Kasimir Malewitsch die figurative Malerei 1915 und markierte den Beginn der gegenstandslosen Kunst. „Death of Painting“ („Tod der Malerei“) – in dieser Aussage findet dieser Nullpunkt der Kunstgeschichte seinen Kulminationspunkt. Und genau diese Aussage hat der britische Künstler Idris Khan immer und immer wieder mit dicker Ölkreide auf Papier wiederholt, und zwar so lange, bis aus der sich überlagernden Schrift wiederum ein schwarzes Quadrat entstanden ist. Rückgriffe auf die Historie – zumal auf die Geschichte der Kunst – sowie Überlagerungen ziehen sich wie ein roter Faden durch Idris Khans Werk. Berühmt geworden ist der britische Künstler, 1978 in der Nähe von Birmingham als Sohn eines muslimischen Pakistaners geboren, nach Verlassen der Royal Academy of Art in London 2004 mit digitalen Überblendungen von gefundenen Bildern oder Texten wie den Buchseiten des Koran oder den Fotografien industrieller Bauten von Bernd und Hilla Becher.
Idris Khan, every … Bernd und Hilla Becher Spherical Type Gasholder
Available
Christian von Steffelin
6 Jahre, von 2003 bis 2009, dauerte die behutsame Restaurierung des Neuen Museums in Berlin, jenes Glanzstücks der dortigen Museumsinsel, das zwischen 1843 und 1855 nach Plänen des Schinkel-Schülers Friedrich August Stüler errichtet und im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde.
Der Fotograf Christian von Steffelin ahnte, als er 2005 diese Aufnahme im Nordkuppelsaal des Neuen Museums machte, nicht, dass der Raum mit der Wiedereröffnung im Jahr 2009 das „Wohnzimmer“ der Nofretete werden sollte. Von Steffelin beweist einen langen Atem, wenn er in Langzeitstudien tags oder nachts, bei Nebel oder im Morgenlicht Orte und Gebäude über Jahre hinweg fotografiert und sie damit vor dem Verschwinden und Vergessen bewahrt.
Christian von Steffelin, Nordkuppelsaal I
On inquiry
Olaf Hajek
Olaf Hajek (born 1965) is among the best-known and most sought-after illustrators in the world. He has created illustrations for the New York Times, the Guardian and SZ-Magazin, designed a postage stamp for the British Crown, illustrated a book for Little Gurus and devised advertising campaigns for a Swedish chocolate brand.
Next to his commissioned work, all of which Hajek creates using acrylic paint while living in Berlin, he is increasingly dedicating himself to painting on a freelance basis. His style is unique: With a repertoire of colours and forms that knows no limits, Hajek conjures up dreamlike, exotic worlds in which birds and insects congregate, snakes and human bodies intertwine and women don wondrous floral arrangements. With this edition exclusively created for Artflash, we may marvel at the enchanting beauty of a woman with lavish hair, a long neck and a richly adorned forehead. In front of her face, she holds a vibrantly coloured bird-of-paradise flower, spanning colours from ochre to red, from purple to bright blue. In that way, “Flower” recalls the colourful exuberance of the Impressionists, such as that of Paul Gauguin, yet exhibits complete timelessness — simply enticing!
Olaf Hajek, The Flower
Available
Joseph Beuys
Die „Surrender II“-Edition geht zurück auf Beuys` Amerika-Reise im Jahr 1974. Eingeladen von zwei US-Galeristen, bestand Joseph Beuys darauf, in Universitäten und Galerien statt Werken seine Ideen zu Kunst und Gesellschaft zu präsentieren. „Ein Stress ohnegleichen“, erinnert sich Klaus Staeck, der ihn damals begleitete. „Wie viele ‚Lectures‘ er gehalten hatte! Und immer war diese Spannung: Ist das ein Guru oder ist das ein Spinner? ... Aber Beuys hat das eiskalt – cool, würde man heute sagen – durchgezogen. Bewundernswert.“
Joseph Beuys, Surrender II
On inquiry
Anna und Bernhard Blume
Anna and Bernhard Blume are among the pioneers of staged photography. Their unmistakable photo stories are filled with humour, madness and irony. Their black and white images, inspired by both Dada and Fluxus, parody the life of the lower middle class.
The artist couple first met in the 1960s while studying at the Kunstakademie Düsseldorf. They were both born in North Rhine-Westphalia in 1937 and spent most of their time in Cologne until Bernhard Blume’s passing in 2011. Their photo series make the madness of everyday life tangible. The artists are seen dressed in bland suits and dresses in front of the camera. The setting for their distorted imageries is the domestic environment, the kitchen, the living room. The couple doesn’t shy away from getting physical, either. Potatoes zoom through the air, vases balance on noses, Mrs Blume flies off her chair, dumbfounded. From time to time, limbs can be seen protruding from the ruins. In 1977, Anna and Bernhard Blume participate in documenta 6. In 1989, the two make their way overseas and the Museum of Modern Art, New York exhibits their works. To this day, their photographs are displayed at domestic and international exhibitions alike, most recently in 2015 at the Centre Pompidou, Paris and at the Kolumba art museum in Cologne.
Anna und Bernhard Blume, Out of the series:
Available
Sigmar Polke
Sigmar Polke’s artistic career already began at the age of six. Back then, he painted a bomber from whose belly swastikas rained down. He was a child of the war — like his artist friend Gerhard Richter, and like Richter he had fled from the GDR to West Germany. The two met at the Kunstakademie Düsseldorf, where they proclaimed the “capitalist realism” movement, in opposition to the dictates that they had experienced in East Germany. They received attention from the start, but Polke became world-renowned thanks to his painting “Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen!” (“Higher beings commanded: Paint the upper corner black!”) from 1969. Except for the black corner, the demand is noted on the white canvas in typewriter font.
Polke didn’t shy away from expressing irony and rebelled against the elevation of artistic creation and the art industry — though he would later become one of the highest-traded German artists. In 1972, curator Harald Szeemann invited him to the Documenta 5. Polke would subsequently also appear at the Documenta 6 and 7. In 1986, Polke received the Golden Lion for the German Pavilion at the Venice Biennale, and in 2002 the Praemium Imperiale in Tokyo, to name only two of his many honours.
Sigmar Polke, Undesired Gifts (Unerwünschte Geschenke)
On inquiry
Christo
24 Jahre lang bemühten sich Christo und Jeanne-Claude um die Realisierung ihres Projekts „Verhüllter Reichstag“. Mit 292:223 Stimmen (bei 9 Enthaltungen) endete schließlich am 25. Februar 1994 die Abstimmung im Deutschen Bundestag – mehr als eine Stunde war dort über das Kunstwerk debattiert worden.
Wenn man die magischen Bilder der Aktion sieht und Zeitzeugen hört, lässt sich nur schwer nachvollziehen, wie viele Widerstände es damals gab. Dabei war dem Künstlerpaar die Bedeutung ihres Projekts durchaus bewusst. „Wir verhüllen nicht nur ein Gebäude. Wir verhüllen die deutsche Angst, den deutschen Stolz, die deutsche Vergangenheit“, sagte Jeanne-Claude 1995 in einem ZEIT-Interview.
Die handsignierte Edition „Reichstag X“ zeigt die gewaltigen Ausmaße der Verhüllungsaktion ‒ die fließenden Stoffbahnen erscheinen in ihren schieren Abmessungen auch im Rückblick noch wie ein Wunder.
Christo, Reichstag X
Available
Piero Dorazio
The Italian abstract artist Piero Dorazio begins to paint at a zero point for the fine arts. Following World War Two, he embarks on a quest to find his own visual language: One that doesn’t illustrate anything but suffices entirely on its own. Through his paintings and sketches, the artist creates virtual colour spaces. In the spirit of Kazimir Malevich and Paul Klee, he pushes the abstraction of colour to its limits, translating visual art into subtle poetry.
Dorazio’s biography as an artist reads like a picture book: In 1947, he joins the École des Beaux-Arts in Paris. There, he meets Henri Matisse and Georges Braque. In 1953, he starts teaching at Harvard, where he meets Willem de Kooning and Robert Rauschenberg. He begins to receive invitations to the great international art shows: to the documenta in Kassel, Germany, to the Biennale in Venice. In 1961, he receives the renowned Prix Kandinsky.
Dorazio, however, longs for silence. He retreats into a deserted monastery in Italy where he creates works of art that merely appear simple because they are crafted from a place of technical perfection. Today, Dorazio’s life’s work is being rediscovered as a result of the big comeback of the ZERO movement.
Piero Dorazio, Palpito della Luce
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Lou Loeber
Lou Loeber widmete ihr Leben ganz der Kunst. Am 3. Mai 1894 wurde sie in Amsterdam geboren; ihr wohlhabendes Elternhaus war stets offen für neue künstlerische Entwicklungen in den Niederlanden um die Jahrhundertwende. Bereits 1913 bekam Loeber ihr eigenes Atelier, 1915 wurde die junge Malerin an der Rijksacademie voor Beeldende Kunsten, Amsterdam, aufgenommen. Sie war aktive Sozialistin, Pazifistin – und Veganerin: ein moderner Mensch. Sie interessierte sich für den Kubismus und setzte sich intensiv mit „De Stijl“ und den Lehren des Bauhauses auseinander. 1931 heiratete sie den Maler Dirk Koning. Loeber starb 1983 in Blaricum, Provinz Nordholland.
Lou Loeber, Geranium
Available
Walter Dexel
Dexels Holzschnitt „Composition“ aus dem Jahr 1924 zeigt, dass er zu den großen konstruktivistischen Künstlern des 20. Jahrhunderts gehört. Mit einfachen geometrischen Formen erzeugt er dreidimensionale Tiefe – und entfacht so eine starke Sogwirkung, die sich unmittelbar auf uns als Betrachter überträgt.
Werke von Dexel sind z.B. in der Kunstsammlung Jena und der Hamburg Kunsthalle, im Frankfurter Städel Museum und in der New Yorker Neuen Galerie vertreten und werden u.a. bei Christie‘s versteigert.
Walter Dexel, Composition
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Joseph Beuys
Aktionskünstler, Bildhauer, Sozialphilosoph und Exzentriker: Joseph Beuys gilt weltweit als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts überhaupt. Getreu seiner Maxime „Jeder Mensch ist ein Künstler" machte er auch sich selbst zum Kunstwerk: Sein Auftreten mit Hut, Sportweste und enormem Charisma bleibt einzigartig. In legendären Aktionen trug er, den Kopf mit Blattgold und Honig beschmiert, 1965 einen toten Hasen durch eine Ausstellung und führte damit vor, „wie man dem toten Hasen die Kunst erklärt", oder baute für die documenta 6 im Jahr 1977 seine „Honigpumpe am Arbeitsplatz", eine riesige, über mehrere Stockwerke verteilte Anlage, die insgesamt drei Zentner "Honig der marke Langnese" durch ein Schlauchsystem transportierte. Beuys’ Aktionen bestanden aus vielfach verstörenden Handlungen und Gesten, die unsere verkrusteten Denkmuster sprengen: verstiegen, aber nie verrückt – einfach, aber nie banal – genial.
Joseph Beuys, Beuys boxt für Direkte Demokratie
Out of stock
John Cage
„Stille“, das ist das Hauptwort im künstlerischen Werk von John Cage. Damit veränderte er die Musikwelt im 20. Jahrhundert radikal. Er ließ die Klänge zu sich selbst kommen, indem er der Ruhe aufmerksam zuhörte – wie in seinem berühmten Klavierkonzert „4‘33““, bei dem die Zuhörer und ihre Umgebung die einzige Geräuschkulisse bildeten. „Everything we do is music“, proklamierte der US-amerikanische Komponist und Künstler. So riss er die Grenzen zwischen dem alltäglichen Leben und dem Kunstwerk ein. Kein Wunder, dass ihn die Treffen mit Marcel Duchamp – einem seiner unzähligen Kontakte in die Kunstwelt – faszinierten. „If, as he said, there is nothing that is not music, there is nothing that is not Cage“, so schlussfolgerte der New Yorker Kunstkritiker Alex Ross. Das klingt nach nicht weniger als einer Ein-Mann-Revolution.
Cage war Komponist, Künstler, Denker, Schriftsteller und anerkannter Pilzexperte. Neben seiner Bedeutung für die Musik gilt er auch als Schlüsselfigur für die Happening-Bewegung sowie als Inspirationsfigur für die Fluxus-Bewegung und die Neue Improvisationsmusik. Vor allem in der Konzeptkunst ist sein Einfluss bis heute spürbar.
John Cage, Mozart Mix
On inquiry
Stefan Marx
Seine Zeichnungen zieren neben Galeriewänden auch Plattencover, Skateboards, Zines und Theater-Broschüren. Die Rede ist von Stefan Marx, Jahrgang 1979. Der Zauber seiner Arbeiten liegt im Alltäglichen, das sie verhandeln. Für artflash hat Marx eine Edition mit Unikatcharakter geschaffen – humorvoll und eigensinnig – und limitiert auf 16 Exemplare.
Stefan Marx, Moonlightsss
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George Byrne
A swim ring’s shadow shimmers in the turquoise of a hotel pool. The angular railing of a single stair step appears like a sculpture, out of place. A dissimilar pair of palm trees reaches into the infinity of the clear blue sky, one of them completely in white. Its shadow likewise appears misplaced: Its stage is a light green wall adjacent to a deserted parking space. Shadows, palm trees, anonymous buildings, lifeless places, bizarre details — photographer George Byrne, born 1976 in Sydney, looks where nothing appears to be happening at all. But the street and landscape photography radiates, it is pure joie de vivre. A road movie that passes through enchanting colours, glimmering lights and unusual image compositions.
Byrne graduated from Sydney College of The Arts in 2001, travelled extensively, and then settled in Los Angeles in 2010 where he has been focusing on his photographic practice.
George Byrne, 99 Silverlake #3
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Christoph Niemann
Die Arbeiten des international gefragten Illustrators und Künstlers Christoph Niemann sind genauso schlicht wie genial: Wenn ein Mohnbrötchen in seinen Zeichnungen zum Dreitagebart mutiert, Bananen zu Hinterflanken eines Pferdes oder Eddings zu gestiefelten Beinen werden, nicken wir zustimmend und müssen schmunzeln. Aber selber darauf gekommen wären wir nie! Seit sieben Jahren postet Niemann in seinem Sonntags-Blog „Abstract Sunday“ in der „New York Times“ seine erfindungsreichen und humorvollen alltäglichen Beobachtungen. Der für artflash geschaffene Siebdruck trägt den einfachen Titel „Legs“ – und erzählt doch so viel mehr!
Christoph Niemann, Legs
Available
Louise Bourgeois
It is no exaggeration to call Louise Bourgeois the grand dame of contemporary art. The artist who died in 2010 with 98 years of age was exhibited in the biggest museums worldwide and in 1982 the Museum of Modern Art in New York even dedicated a solo-exhibition to her - it was the first time in the museum’s history that this honour was shown
to a woman. Despite that Bourgeois is also known as on of the most expensive artists worldwide and her sculptures, installations of bronze, marble, plaster and latex are
achieving the highest offers. Nevertheless this honouring is not necessarily in Bourgeois personal interest. The emancipated artist, who was born in France but lived in New York since 1938, always rebelled against the conventional and against what was supposed to be suited for a lady. Even when she was in her later years Bourgeois still organized her legendary salons in her studio in Chelsea and looked for the exchange with young artists
She remained a person of inquiry, who used her autobiographical inspired art to address feelings of anxiousness, hatred, madness and most of all her traumatizing childhood memories.
Louise Bourgeois, The Reticent Child
On inquiry
Raymond Pettibon
For some, he is "one of the most powerful chroniclers of the American Dream", for others, the illustrator of American punk rock - who designed album covers for bands like "Black Flag" and " Sonic Youth" - is legendary. The artist in question is Californian Raymond Pettibon (born 1957). In the early 1980s, Pettibon began to publish his ink drawings, which often combine socially critical texts with images. The punk fans became art collectors and Pettibon became one of the most sought after contemporary artists to date.
Raymond Pettibon, One more line