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Peter Schlesinger
Peter Schlesinger, 1966 in Los Angeles geboren, lernte 18-Jährig in einem Sommer-Malkurs den damals 11 Jahre älteren Maler David Hockney kennen. Es war eine folgenreiche Begegnung: Schlesinger wurde zur Muse und zum Liebhaber des berühmten britischen Malers, in vielen seiner frühen Werke, wie etwa dem berühmten Swimming-Pool-Werk "Portrait of an artist (Pool with two Figures) taucht Schlesinger auf.
Doch Schlesinger verfolgte stets seine eigene Karriere als Fotograf und Bildhauer. Arbeiten von Peter Schlesinger waren in bedeutenden Ausstellungshäusern zu sehen, darunter die Hayward Gallery und die Royal Academy of Arts in London sowie die Tate Gallery in Liverpool.
Peter Schlesinger, The Deck at La Piscine Deligny
On inquiry
Isabelle Dutoit, Verena Landau, Claudia Rößger, Miriam Vlaming
Gibt es das weibliche Pendant zur Neuen Leipziger Schule? Ja! Die Künstlerinnen Isabelle Dutoit, Miriam Vlaming, Claudia Rößger und Verena Landau studierten alle in Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst; zwischen 1999 und Mitte der 2000er Jahre haben sie bei den renommierten Professoren Arno Rink und Neo Rauch ihre Abschlüsse gemacht. Sicher ist: Sie alle haben eine fundierte Malereiausbildung genossen. Statt nach dem Studium ein Kollektiv zu gründen wie einige ihre heute berühmten männlichen Kommilitonen, wurden sie zu Einzelkämpferinnen ‒ eine Chance: Unbeachtet von dem teils unsteten, unruhigen Kunstmarkt, konnten sie alle vier künstlerisch uneingeschränkt experimentieren. Der Tradition der figurativen Malerei verhaftet, hat jede von ihnen einen eigenen Weg eingeschlagen. Das Ergebnis ist bemerkenswert. Ihre Malerei geht über das Altbekannte der Figuration hinaus.
Isabelle Dutoit, Verena Landau, Claudia Rößger, Miriam Vlaming, Künstler*innen-Mappe inkl. 4 Lithografien
Available
Olaf Hajek
Olaf Hajek (born 1965) is among the best-known and most sought-after illustrators in the world. He has created illustrations for the New York Times, the Guardian and SZ-Magazin, designed a postage stamp for the British Crown, illustrated a book for Little Gurus and devised advertising campaigns for a Swedish chocolate brand.
Next to his commissioned work, all of which Hajek creates using acrylic paint while living in Berlin, he is increasingly dedicating himself to painting on a freelance basis. His style is unique: With a repertoire of colours and forms that knows no limits, Hajek conjures up dreamlike, exotic worlds in which birds and insects congregate, snakes and human bodies intertwine and women don wondrous floral arrangements. With this edition exclusively created for Artflash, we may marvel at the enchanting beauty of a woman with lavish hair, a long neck and a richly adorned forehead. In front of her face, she holds a vibrantly coloured bird-of-paradise flower, spanning colours from ochre to red, from purple to bright blue. In that way, “Flower” recalls the colourful exuberance of the Impressionists, such as that of Paul Gauguin, yet exhibits complete timelessness — simply enticing!
Olaf Hajek, The Flower
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Henrik Eiben
„Meine Kunst ist eher leise“, sagt Henrik Eiben – und es wird ihm niemand widersprechen. „Leicht“, „zart“, „transparent“ sind Worte, die immer wieder fallen im Zusammenhang mit den Werken des in Tokio geborenen Wahlhamburgers. Die handsignierte, in nur kleiner Auflage erschienene Lithografie „Lux“ aus dem Jahr 2017 macht dies auf besondere Weise anschaulich.
Henrik Eiben, Lux
Available
Meike Legler & Kottie Paloma
Die frühere Modedesignerin Meike Legler experimentiert in ihren textilen Werken mit geometrischen und abstrakten Formen, mal minimalistisch, mal expressionistisch im Ausdruck. „Stoff ist für mich, was Farbe für den Maler ist“, sagt sie. Durch das Collagieren unterschiedlicher – teils gebleichter – Farben und Muster öffnen sich unerwartete Tiefen im immer noch flächigen Bild. Sie ziehen uns auch emotional hinein in das Werk und scheinen mit dem Unterbewusstsein zu kommunizieren. Künstler und Lebenspartner Kottie Paloma schafft neben seinen düster-humorvollen abstrakten Gemälden auch Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien. Dabei kippen nicht gegenständliche Formen immer wieder auch ins Zeichenhafte oder Figürliche. In der Unikatserie des Künstler*innenpaars haben sich Palomas Pinselstriche wie versteckte Botschaften eingeschlichen in die textilen Welten Leglers. So entsteht ein komplex-verspieltes Ganzes.
Meike Legler & Kottie Paloma, Cosmic Cycles 2021
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Roy Lichtenstein
Hier treffen sich zwei Meister: So wie Roy Lichtenstein neben Andy Warhol als wohl bekanntester Vertreter der Pop-Art gilt, gehört Hans-Peter Haas aka HPH zu den renommiertesten Siebdruckern in der Kunstwelt. Die Edition „Big Painting No. 6“ von Lichtenstein stammt aus seiner Werkstatt. Die Arbeit aus der sogenannten “Brushstroke”- bzw. „Pinselstrich“-Serie erinnert schon durch seine Bildsprache mit den für Lichtenstein so typischen Rasterpunkten an maschinell reproduzierte Druckerzeugnisse. Gleichzeitig persifliert der Künstler mit den vermeintlich gestisch-spontan aufgetragenen Pinselstrichen im Comicstil das künstlerische Pathos der Abstrakten Expressionisten.
Roy Lichtenstein, Big Painting No. 6
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Meike Legler & Kottie Paloma
Meike Legler trifft auf Kottie Paloma. Das heißt hier so viel wie: Stoff trifft auf Acrylfarbe. Die frühere Modedesignerin Legler experimentiert in ihren textilen Werken mit geometrischen und abstrakten Formen, mal minimalistisch, mal expressionistisch im Ausdruck. „Stoff ist für mich, was Farbe für den Maler ist“, sagt sie. Durch das Collagieren unterschiedlicher – teils gebleichter – Farben und Muster öffnen sich unerwartete Tiefen im immer noch flächigen Bild. Sie ziehen uns auch emotional hinein in das Werk und scheinen mit dem Unterbewusstsein zu kommunizieren. Künstler und Lebenspartner Paloma schafft neben seinen düster-humorvollen abstrakten Gemälden auch Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien. Dabei kippen nicht gegenständliche Formen immer wieder auch ins Zeichenhafte oder Figürliche. In der Unikatserie des Künstler*innenpaars haben sich Palomas Pinselstriche wie versteckte Botschaften eingeschlichen in die textilen Welten Leglers. So entsteht ein komplex-verspieltes Ganzes.
Meike Legler & Kottie Paloma, Positive Future Despite Where We're At 2021
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Christiane Wöhler
Es geht der Fotografin um die Augenblicke, in denen ein Verschwimmen der Grenzen sichtbar wird, und sich der natürliche Widerspruch offenbart. Es ist unklar, wo in ihren Bildern das Reale endet und das Traumhafte beginnt. Sie strahlen Intimität, Zartheit aus, und in dieser Verletzlichkeit schwingt gleichermaßen Gefahr, Gefährdung mit. Solcherart können Wöhlers Fotografien als poetisch-romantisches Bekenntnis einer Künstlerin gedeutet werden, die nach Wahrhaftigkeit sucht – oder wie sie es selbst formuliert hat: „Es ist mein Anspruch, eine Form von Wahrheit zu schaffen. Ein für mich gutes Bild zeigt oft einen Zwiespalt, ohne dadurch unklar zu sein, im Gegenteil, es wird authentisch und erzählt eine Geschichte.“
Christiane Wöhler, Möwenmädchen
On inquiry
A.R. Penck
„Figuren, umgeben von Piktogrammen und Buchstaben – die nummerierte und signierte Farbserigrafie „Northern Darkness“ ist ein typischer Penck. „A“ und „B“ werden zuweilen als Ost und West interpretiert ‒ der Schlüssel zum Verständnis der fantasievollen Formelsprache des Künstlers (ist er dort nicht sogar abgebildet, der Schlüssel?) liegt jedoch immer in der Fantasie der Betrachter*innen selbst.
Autodidakt war A. R. Penck nicht nur als bildender Künstler, sondern auch als Jazzmusiker. Das Motiv „Northern Darkness“ entstand anlässlich eines Konzerts, bei dem Penck am Schlagzeug saß und das 1987 zunächst in der Edinburgh Academy of Arts stattfand, später folgte ein weiterer Auftritt in Irland. Vielleicht ist der Schlüssel also eine Note? Penck zeichnete den Entwurf zunächst auf Folie. Ein von ihm selbst autorisierter Probedruck wurde anschließend mit Siebdruck auf Bütten gedruckt und die Originalvorlage zerstört. Eine weitere Assoziation kommt einem beim Betrachten dieses tintenblauen Werkes in den Sinn: die Improvisation. Eine Schaffensweise, die sowohl Penck als auch dem Jazz entspricht.
A.R. Penck, Northern Darkness
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Bettina Krieg
Die Arbeiten von Bettina Krieg (geb. 1981), die in Berlin, Marseille und Canberra studierte und Meisterschülerin von Daniel Richter, Robert Lucander und Hans-Jürgen Diehl war, geben Fragen auf. Die mal zart, mal mit kräftigem Strich ausgeführten Zeichnungen bewegen sich zwischen Figürlichkeit und Abstraktion. Das Auge sucht nach Halt, findet Ankerpunkte, Details inmitten eines Strudels, dann verliert es sich wieder in der Tiefe der Zeichnung. Bewusst gibt die Künstlerin keine Antworten in Bezug auf Perspektive, Materialität, Anfang oder Ende. Ihre Werke tragen keine Titel, denn jeder sieht das, was er vermag.
Neben Stichen von Whistler, Corot und Courbet waren es Motive in ihrer alltäglichen Umgebung, die die Künstlerin zunächst inspirierten. Ein Fotoarchiv entstand, aus dem Krieg lange schöpfte, um die Strukturen komplexer Systeme, etwa Verkabelungen, Vegetationsformen, Meerestiere und Wasserfälle, zu durchdringen. Mit Bleistift, Pinsel, Feder, Fineliner und Marker seziert sie ihre Umgebung. Aktuelle Ausstellungen zeigen Arbeiten mit neuem Vokabular – abstrakter, stringenter und reduzierter. Was bleibt, ist das Spielerische und zugleich Analytische der Werke. Krieg wurde bereits vielfach mit Preisen sowie diversen hochkarätigen Stipendien ausgezeichnet.
Bettina Krieg, Untitled Green WV BK D 0850
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Lothar Wolleh
Es greift zu kurz, Lothar Wolleh einfach nur als Fotografen zu bezeichnen. Er war ein leidenschaftlicher Freund und Förderer der Kunst, zugleich war er selbst ein Künstler ‒ ein Künstler, der andere Künstler fotografierte, einer, der mit technischer Präzision sein Medium, die Fotografie, herausforderte und innovative Projekte in Form von Künstlerporträts, Künstlerbüchern oder thematischen Fotomappen anschob. Neben Joseph Beuys lichtete Wolleh unter anderem Lucio Fontana, René Magritte, Otto Piene, Man Ray und Günther Uecker sowie deren Werke ab, oftmals aus eigener Initiative. Entstanden sind Arbeiten, die von großer Sensibilität und einem feinen Gespür für Bildkompositionen zeugen.
Lothar Wolleh, Joseph Beuys III, aus der Serie „Lothar Wolleh und Joseph Beuys 1971“
Available
Joseph Beuys
Die handsignierte Radierung „Raumecke, Filz, Fett“ von 1982 gehört zu Joseph Beuys’ grafischem Zyklus „Suite Zirkulationszeit“. Für diese Serie aus insgesamt 21 Blättern hat er neben Tieren und menschlichen Figuren auch diese Raumecke gezeichnet, die auf den ersten Blick an eine technische Zeichnung erinnert. Für Beuys hatte Fett jedoch stets eine besondere Bedeutung als Wärme speicherndes Material ‒ um die Speicherung von Energie als Verweis auf sich kontinuierlich verändernde Existenz- und Konsistenzzustände ging es Beuys in seiner Kunst. Und so erscheint es nur logisch, dass er den sorgfältig gestalteten Stempel „Hauptstrom“ mit (Braun-)Kreuz prominent auf dieser Grafik platziert, womit seine Edition klug-beiläufig zu einer wichtigen Botschafterin seiner Kunsthaltung wird.
Joseph Beuys, Zirkulationszeit: Raumecke, Filz, Fett
Available
Markus Fräger
In einer ehemaligen Essigfabrik in Köln hatte der Maler und Musiker Markus Fräger (geb. 1959) sein Atelier. Vor unverputzten, geweißten Backsteinwänden schuf er seine im besten Sinne theatralischen, an ein Kammerspiel oder auch Filmstills erinnernden Ölmalereien. Vor allem über die Lichtgebung, die Hell-Dunkel-Betonung in seinen Werken, fühlte er sich mit der figurativen Barockmalerei verbunden. Noch offenkundiger scheint sich darin aber etwas anderes zu spiegeln: Frägers Interesse für den Film Noir und die verlockende wie gleichermaßen unheimliche Bildsprache eines David Lynch. Wie dieser war Fräger ein Meister des Suspense.
Markus Fräger, Streit der Königinnen
Out of stock
Götz Diergarten
Wie der Faltenwurf eines Vorhangs auf dem Gemälde eines Alten Meisters mutet der Stoff hinter der Eingangstür auf der Fotografie von Götz Diergarten an. Das gleichmäßige Licht, die Tiefenschärfe und ein starkes Interesse an Flächigkeit zählen zu den bildnerischen Strategien des Künstlers. Damit erzielt er den malerischen Effekt, er selbst spricht auch von „Fotobildern“. Auf diese Weise und durch die Wahl seiner Bildausschnitte erhebt Diergarten das Alltägliche zum Besonderen, konzentriert er sich doch auf die unspektakuläre sogenannte Gebrauchsarchitektur: Wohnhäuser, Garagen, kleine Geschäfte oder auch U-Bahn-Aufgänge, mal von ferne, mal ‒ wie hier ‒ im Detail aufgenommen. Dabei erzählt Diergarten keine Anekdoten. Der Blick des Künstlers ist von Sachlichkeit geprägt. Menschen, die auf eine Geschichte verweisen könnten, kommen in seinen Fotografien nicht vor. „Je puristischer die Bilder sind“, sagt er, „desto eher lassen sie hinter die Fassaden schauen, eine zweite, tiefere Ebene erahnen. Diese ist nicht bildimmanent fest vorgegeben, sondern der Fantasie und den Erfahrungshorizonten des Betrachters anheimgestellt.“ So wird seine Kunst zum Gefühlskatalysator. Wir kennen, was Diergarten zeigt, und erkennen uns – im besten Fall – selbst darin wieder.
Götz Diergarten, o.T. (Düsseldorf 7)
Available
Jack Pierson
Jack Pierson arbeitet in unterschiedlichen Medien: Skulptur, Fotografie, Video und Zeichnung. International bekannt ist der US-amerikanische Künstler, geboren 1960 in Plymouth, Massachusetts, für seine Künstlerbücher wie „The Hungry Years“ und Installationen aus Buchstaben- und Wortschildern. 1991 hat Pierson erstmals alte Buchstaben, einst Werbeschriften oder Beschriftungen von Gebäuden, zu neuen Wörtern oder Sätzen zusammengefügt. Seine kurzen Statements wirken gleichermaßen politisch und poetisch auf den Betrachter. Auch seine Fotografien sind vielfältig. Pierson hat Prominente im Bild festgehalten, etwa Naomi Campbell, Snoop Dogg oder Brad Pitt. Aufmerksamkeit erregte er außerdem mit seiner Publikation „Self-Portrait“ (2003), für die er gut aussehende Männer unterschiedlichen Alters fotografierte, nicht aber sich selbst. Zeigt sich darin ein ausgeprägter Sinn für Ironie, spielen darüber hinaus Gefühle eine wichtige Rolle in Piersons Werk.
Jack Pierson, YELLOW ROAD
Available
John Baldessari
Mit John Baldessaris Lithografie „Hot Tub“ (2016) reisen wir in die Vergangenheit. Das Foto zeigt eine Aufnahme aus den 70er Jahren. Ein Paar sitzt in einem Whirlpool, er hält einen Drink mit Eiswürfeln in der rechten Hand, umschlingt mit dem linken Arm seine Partnerin. Was tut sie? Sie schmiegt sich an seinen Körper. Irritierend, charmant und humorvoll: Das Paar sitzt angekleidet im sprudelnden Whirlpool-Wasser. Er trägt ein Hemd und sie eine Bluse, der Stoff klebt nass an ihren Körpern. Wer ist dieses Paar in Partystimmung? Baldessari macht eine Identifizierung unmöglich, mit Filzstift hat der Künstler die Gesichter unkenntlich gemacht. Datenschutz analog!
John Baldessari, Hot Tub
Available
Jagoda Bednarsky
Als „Shadowland (signature edition)“ bezeichnet Jagoda Bednarsky ihre zehn – immer wieder anders kolorierten – Aquarelle, die alle Unikatcharakter besitzen. „Shadowland“ („Schattenland“), so heißt auch eine ganze Werkserie der Berliner Malerin, in der sie sich mit dem Bild der Frau und dem Muttersein auseinandersetzt. Den Titel hat sie einer 1919 in New York erstmalig erschienenen gleichnamigen Kulturzeitschrift entlehnt. Mal zeigt Bednarsky den konkreten Stillmoment ‒ Baby und Brust in Nahaufnahme ‒, mal wird die weibliche Brust zum ‚Schutzschirm‘ in einer Regenszenerie oder, wie in diesen Acrylarbeiten, zum aufragenden Gebirge inmitten einer Hügellandschaft. Die Realität hält Einzug in Bednarskys Werken – der kunstvoll geschwungene Schriftzug ihres Namens am Himmel deutet an, dass es in ihren Arbeiten auch um eigene Erfahrungen geht. Doch das Abstraktionsmoment ist stets stark genug, um assoziative Reflexionsprozesse wie jene über den weiblichen Körper oder tradierte Rollenklischees in Gang zu setzen. Selbstbewusstsein, Eigensinn und Ironie sprechen aus diesen genauso sinnlich-poetischen wie fantastisch-witzigen Werken.
Jagoda Bednarsky, Shadowland (Signature Edition) 8
Available
Èva Beresin
„The story of where I come from and who I am today seems an inexhaustible source.“ Die in Wien lebende ungarische Künstlerin Éva Beresin beschreibt hier, woraus sie schöpft, und offenbart zugleich einen wesentlichen Eindruck ihres Werks: die Intimität. Beresins Herkunft ist fundamental für das Verständnis ihres künstlerischen Schaffens. Als Kind zweier Holocaust-Überlebender haben sich die Gräuel des Zweiten Weltkriegs auch in ihr eigenes Körpergedächtnis eingeschrieben. Denn die Traumata der Eltern endeten nicht mit deren Tod. „Sometimes in the paintings, I am moving naked and vulnerable, in order to be able to start a dialogue with those I was never able to actually meet“, schreibt Beresin noch. Details über ihre Familiengeschichte erfuhr sie erst, als sie nach dem Tod ihrer Mutter deren Tagebuch las – Grundlage für ihre bislang größte Werkreihe und das Buchprojekt „Acht Und Neunzig Seiten“.
Èva Beresin, Participation in Art Basel Miami 2019 ... as if I had already guessed...
Available
Barbara Breitenfellner
Was sagt uns der Blick der geheimnisvollen Nackten hinter der löchrig-schwarzen Oberfläche? Wovon erzählt die schaurig-schöne Szenerie rund um die Frau im schwarzen Kleid? Wer oder was wird da ausgeixt? Wer flüchtet sich von Ast zu Ast vor den zwei jungen Schönen auf dem Feld? Und wer observiert hier wen, die Blonde die zwei Gestalten im Schatten oder umgekehrt? Die Werke von Barbara Breitenfellner werfen mehr Fragen auf, als dass sie Antworten geben. Das haben sie mit Träumen gemein, welche die 1969 in Kufstein geborene Wahlberlinerin als Ausgangspunkt nimmt für ihre Wandarbeiten und raumgreifenden Installationen. Ausschnitte aus Modemagazinen, Landschaften und grafische Details überlappen sich in ihrer aus Collage, Siebdruck und Gouache bestehenden Papierarbeiten. Breitenfellner kombiniert intuitiv, den uns umgebenden medialen Bildersturm hält sie für ähnlich bewusstseinsprägend wie Erlebtes. Deshalb sind die von ihr geschaffenen, so verlockenden wie gleichermaßen beunruhigenden Welten nicht nur Abbilder individueller Lebenseindrücke, sondern immer auch solche des kollektiven Gedächtnisses und somit eine Zustandsbeschreibung unserer Gesellschaft.
Barbara Breitenfellner, WVZ 195
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Joel Meyerowitz
Joel Meyerowitz zählt zu den bedeutendsten Mitbegründern der „Street Photography“ und der „New Color Photography“. Seit 1962 fotografiert er in Farbe ‒ seinerzeit ein Novum, denn nur die Schwarz-Weiß-Fotografie war damals als Kunst anerkannt. Gegenstand von Meyerowitz‘ Momentaufnahmen war das pulsierende Leben auf den Straßen New Yorks. Bis heute prägen seine Fotografien unser Bild von der amerikanischen Metropole. Für ein Buchprojekt reiste der in New York und Italien lebende Fotograf Joel Meyerowitz nach Frankreich in die Provence und besuchte in Aix-en-Provence unter anderem das Atelier des Malers Paul Cézanne.
Joel Meyerowitz, Cézanne's Objects. Pitcher
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Heinrich Heidersberger
Der 1906 in Ingolstadt geborene Künstler (gest. 2006) kam nach einem kurzen Studium der Malerei bei Fernand Léger in Paris durch einen „Fingerzeig des Schicksals“, wie Heidersberger es selbst beschrieb, zur Fotografie: durch den Erwerb einer gebrauchten Holzkamera auf dem Marché aux Puces de Saint-Ouen. Befreundet mit Piet Mondrian und dem Surrealisten Yves Tanguy und anderen Protagonisten der Surrealisten, bewegte er sich in einem Paris, in dem die Avantgardekunst ihr weltweites Zentrum hatte.
Anfang der 1960er Jahre wurde Heidersberger nach Wolfsburg gerufen, um den Aufbruch der Stadt zu dokumentieren. Er wurde zu einem der führenden Industrie- und Architekturfotografen. Dass es ihm dabei mehr um Interpretation als um reine Dokumentation ging, zeigt eindrucksvoll die Edition „VW-Bad, Wolfsburg”. 1984 bat das Pariser Centre Pompidou den damals 78-Jährigen um Fotos für die Ausstellung "Image et Imaginaires d´Architecture"
Heinrich Heidersberger, Kleid aus Licht, 1949
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Stefan Heyne
Abstraktion beginnt bei Stefan Heyne im Kopf: „Wenn ich arbeite, versuche ich meinen Verstand auszuschalten. Wenn man das Gelernte über die Welt vergisst, wird alles abstrakt und man gewinnt unermessliche Freiheit.“ „Seat“, seine jüngste Fotoserie, entstand an einem perfekten Ort gedankenloser Freiheit – über den Wolken. Auf Reisen rund um die Welt hat der Künstler instinktiv immer einen Fensterplatz gebucht. Fasziniert von der Lichtbrechung des Himmels in den frühen Morgenstunden und der späten Abenddämmerung, angezogen von Phänomenen wie Staub und Asche in der Troposphäre, hat er Fotografien geschaffen, die uns in die Vollkommenheit des Lichtes einhüllen. 40 Arbeiten gehören bisher zur „Seat“-Serie. Sie ist in ihrem Abstraktionsgrad wohl die kompromissloseste Arbeit Heynes. Jedes Motiv vollkommen aufgelöst in Farb- und Formverläufe wird zu etwas Unbeschreiblichem, das nicht mit Worten zu fassen ist, sondern pure Emotion auslöst. Mit konventioneller Fotografie sind diese Arbeiten nicht zu vergleichen, eher mit gegenstandsloser Malerei. Statt den Wahrheitsgehalt eines Bildes zu überprüfen, wird das Bild selbst zum Bild, selbstreflexiv und stark im Ausdruck! Die Serie „Seat“ wurde jüngst in Heynes Überblickshow „Super Vision. The New German Abstraction“ in der Galerie Diane Rosenstein in Los Angeles gezeigt.
Stefan Heyne, Seat 33F
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Lothar Wolleh
Geboren wurde Lothar Wolleh 1930 in Berlin, wo er zunächst an der Kunsthochschule Weißensee studierte. 1950 wurde er wegen angeblicher Spionage von der sowjetischen Besatzungsmacht verhaftet. Sechs Jahre verbrachte er im Arbeitslager Workuta in der UdSSR – eine Erfahrung, die ihn nachhaltig prägte. Nach seiner Freilassung absolvierte er eine klassische Fotografenausbildung im Lette-Verein in Berlin, die er später an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen bei Otto Steinert fortsetzte. Von 1962 bis zu seinem Tod 1979 lebte Wolleh in Düsseldorf. Dort machte er sich zunächst einen Namen als Werbefotograf. Zeitgleich widmete er sich jedoch der Kunst und wurde so zum Chronisten der Düsseldorfer Kunstszene der 1960er und 1970er Jahre, insbesondere der Gruppe ZERO.
Lothar Wolleh, Joseph Beuys II, aus der Serie „Lothar Wolleh und Joseph Beuys 1971“
Available
Lothar Wolleh
Joseph Beuys und Lothar Wolleh lernten sich Mitte der 1960er Jahre in Düsseldorf kennen. 1971 begleitete Wolleh den Künstler und dessen Frau Eva nach Stockholm, wo das Moderna Museet die erste große Einzelausstellung mit Werken von Beuys außerhalb Deutschlands zeigte, ein bedeutender Moment in seiner Karriere. Über 800 Aufnahmen entstanden in Stockholm – unter anderem die drei Fotografien, die nun als limitierte Foto-Editionen exklusiv bei artflash erscheinen.
Sie zeigen Beuys beim Denken und Konzipieren, umgeben von seinen Werken, im Gespräch. Die Fotografien bieten nicht nur einen Einblick in sein Schaffen und seinen Kunstbegriff, sie fangen auch die Persönlichkeit dieses Ausnahmekünstlers ein und zeugen nicht zuletzt von der besonderen Arbeitsbeziehung zwischen Fotograf und Porträtiertem.
Anders als der Großteil der in Stockholm entstandenen Aufnahmen hält die Fotografie „Joseph Beuys I“ den Künstler nicht in Aktion fest. Stattdessen steht er hier aufrecht, unbewegt in der Bildmitte zwischen zwei seiner Installationen, mit dem für ihn so charakteristischen Filzhut und in pelzbesetztem Mantel. Das Porträt erlangte zu Recht ikonischen Status und befindet sich u.a. in der Sammlung der Tate Modern London.
Lothar Wolleh, Joseph Beuys I, aus der Serie „Lothar Wolleh und Joseph Beuys 1971“
Available
K. H. Hödicke
Eine „feine Ironie“ und „Skepsis gegenüber der Rolle des Künstlers“ hat man dem Maler K. H. Hödicke attestiert. Auch die signierte großformatige Lithografie „Nichts auf der Pfanne“ von 2001 ‒ zwei leere Pfannen und ein Wasserkocher, mit wenigen lässig-perfekten Strichen skizziert ‒ reflektiert das: Die schon im Titel anklingende Doppeldeutigkeit macht in Bezug sowohl auf das schwierige Künstlerdasein Sinn (Hödicke arbeitete nach seinem Studium zunächst nicht nur an seinen Leinwänden, sondern auch bei der Post) als auch auf den mit Geld gesättigten Kunstmarkt, der als vermeintliches Qualitätskriterium vor allem die Verkaufszahlen eines Künstlers im Visier hat.
K. H. Hödicke, Nichts auf der Pfanne
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William Kentridge
„Why Should I Hesitate“ („Warum sollte ich zögern“) – so lautet der erste Teil des Titels der aktuellen Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen, die William Kentridge in Zusammenarbeit mit dem Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (Zeitz MOCAA) konzipiert hat. Der südafrikanische Künstler zitiert hier die Bemerkung eines jungen afrikanischen Soldaten, der im Ersten Weltkrieg einberufen wurde, um am Krieg in Europa teilzunehmen. Was geht ihn das an? Kentridge stellt sich selbst diese Frage in Bezug auf sein eigenes Zögern, sich als weißes Kind für die Belange der Schwarzen einzusetzen. Er schloss sich allerdings bereits in jungen Jahren der Anti-Apartheid-Bewegung an, und die Auseinandersetzung mit Rassismus und Kolonialismus ist tief verwoben in sein Werk. „Putting Drawings to Work“, so lautet der Untertitel der Hamburger Schau, was einmal mehr verdeutlicht: Von der Zeichnung geht bei Kentridge alles aus.
William Kentridge, Why Should I Hesitate / Putting Drawings to Work
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Tony Clough
Shepard Fairey, Kenny Scharf, Space Invader, Cleon Peterson und Friedrich Kunath – das sind nur einige der namhaften Künstler*innen, mit denen Tony Clough in seiner auf Serigrafien spezialisierten Druckwerkstatt „Serio Press“ in Pasadena schon zusammengearbeitet hat. Die Arbeiten sind im Wortsinn handgemacht, die Farben von Hand gemischt und jeweils einzeln gedruckt. Fairey war es auch, der Clough sein Atelier zur Verfügung stellte, bevor dieser – nach einem Grafikdesign-Studium und mehreren Jahren im renommierten Studio „Modern Multiple“ 2013 in die Selbstständigkeit gestartet – seine ersten eigenen Studioräume in Los Angeles eröffnete.
Tony Clough, Mojave Desert In 26 Horizontal Colors
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Jurgen Ostarhild
Die 90er Jahre, dieses feier- und tanzwütige, hedonistische Dezennium am Ende des 20. Jahrhunderts ‒ einer, der zu seinem Soundtrack gehört, ist unbedingt Moby. Ihn traf der deutsche Konzeptkünstler Jurgen Ostarhild zum Shooting im Londoner South Kensington 1991, also genau zur richtigen Zeit. Ostarhild fotografierte damals für das in Bezug auf Bildsprache und Typografie richtungsweisende britische Lifestyle-Magazin „i-D“. Er nutzte den Schnappschuss als ernst zu nehmendes Mittel der Fotografie und schuf schonungslose, teils extrem hell ausgeleuchtete Porträts von großer Nähe und Intensität. Die Musiker Jamiroquai und Air, die Modedesigner John Galliano und Nicolas Ghesquière oder das Supermodel Kate Moss, damals zarte 18 Jahre alt, sie alle ließen sich von Ostarhild ablichten. Entstanden sind stilbildende Porträts, die den Geist der 90er Jahre authentisch und ungefiltert in die Gegenwart transportieren.
Jurgen Ostarhild, KATE MOSS, bw, Camber Sands, 1992, bw
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Jamel Shabazz
Die Karriere von Jamel Shabazz (*1960) als Fotograf begann in den 1980er Jahren, als Jean-Michel Basquiat und Keith Haring die Kunstszene von New York beherrschten. Shabbazz, der in Brooklyn geboren wurde und dort auch aufwuchs, fotografierte in seiner New Yorker Nachbarschaft das alltägliche Leben. Seine Aufnahmen halten förmlich inne, erhaschen die kleinen Momente inmitten der unaufhörlichen Menschenströme auf den Straßen und in der Metro der Megacity.
Jamel Shabazz, Street Photographers of Times Square
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Jacques Schumacher
Jaques Schumacher hat in der Porträt-, Akt,- Mode- und Lifestyle-Fotografie Karriere gemacht. Als freier Fotograf ist er zeitgenössischer Dadaist, erweckt tote Dinge und rückt sie in ein neues Licht. Seine Bilder überraschen und verwirren, sie sind rätselhaft und humorvoll. Schumacher wurde 1933 in Buitenpost, Holland, geboren. Seit 1963 arbeitet er von Hamburg aus als selbständiger Fotograf. 2001/02 hatte er eine Gastprofessur an der Universität der Künste Berlin inne.„Every Thing Is A Life“, so lautet der Titel von seinem jüngsten Bildband, herausgegeben 2014 beim Kerber Verlag.
Jacques Schumacher, Selbstbildnis mit Stielaugen
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Latifa Echakhch
Tusche gehört neben Kohle, Glas und Zucker zu den Lieblingsmaterialien der Installationskünstlerin Latifa Echakhch.
Und in vielen ihrer Arbeiten, in denen Tusche oder Tinte eine Rolle spielen, überlässt sie das Ergebnis dem Zufall, lässt sie die Zeit und den Werkstoff selbst für sich arbeiten. So formen Tuschetropfen auf Leinwänden große oder kleine Kreise, rinnen blaue Tintenspuren mit Kohlepapier präparierte Wände herab – und entwickeln auf diese Weise nicht nur ästhetischen Reiz, sondern auch kunsthistorische und politische Bezüge.
Der Siebdruck, entstanden in der Siebdruck-Werkstatt der renommierten Städelschule, enthält ebenfalls dieses unberechenbare Moment.
Latifa Echakhch, Ohne Titel (Latifa Echakhch)
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Pius Fox
Pius Fox ist auf dem Kunstmarkt angekommen. Der 1983 in Berlin geborene Maler studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste, Berlin. Zu seinen Lehrern gehörten Henning Kürschner, Frank Badur und Pia Fries. Heute vertritt ihn die Galerie Martin Mertens in Berlin. Mit der Einzelausstellung „Slumber“ („Schlummern“) präsentierte sie 2015 seine abstrakte Malerei. „Das Schlummern ist die Skizze einer Idee, der Traum ist die Malerei mit allen Widerständen des Ausdrucks“, kommentierte Fox die Wahl des Ausstellungstitels. Durch die abstrakte Malerei will er Strukturen überwinden, die im wahren Leben unauflösbar erscheinen. Seine Kunst formuliert auf leise Weise eine Utopie. Fox bevorzugt kleine Bildformate, gedeckte Farbpaletten. Seine Arbeiten sind zurückhaltend.
Pius Fox, Parallelfraktion
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Jens Schubert
Beschwören uns diese Hände oder halten sie uns fern? Schützend gruppieren sie sich um den Diamanten in der Bildmitte, das von einer vierköpfigen, goldenen Schlange zusätzlich umrahmte „Juwelenherz“. Und auch die an Comics erinnernden Umrisse sowie die mit Ornamenten bestückten Masken oder Totenköpfe betonen die Kostbarkeit dieses Schatzes.
2011 hat Jens Schubert, Jahrgang 1983, sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig abgeschlossen, der Schmiede der sogenannten Neuen Leipziger Schule, die für ihre expressiv-figürliche Malerei international berühmt geworden ist. Dem traditionellen Druckverfahren Linolschnitt verhilft Schubert zu neuem Glanz, wenn er in mehreren Druckschritten Farbe für Farbe und Form für Form übereinanderlegt und aus abstrakten geometrischen Formen und figürlichen Elementen dichte und plastische, farblich verschwenderische Collagen und Bildwelten schafft.
Jens Schubert, Juwelenherz
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Raymond Pettibon
For some, he is "one of the most powerful chroniclers of the American Dream", for others, the illustrator of American punk rock - who designed album covers for bands like "Black Flag" and " Sonic Youth" - is legendary. The artist in question is Californian Raymond Pettibon (born 1957). In the early 1980s, Pettibon began to publish his ink drawings, which often combine socially critical texts with images. The punk fans became art collectors and Pettibon became one of the most sought after contemporary artists to date.
Raymond Pettibon, One more line