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Victor Vasarely
Das Feld für sein reiches malerisches Schaffen war die geometrische Abstraktion. Und ihr fügte Victor Vasarely (1908‒1997) durch raffinierte Raumsuggestionen eine entscheidende Komponente hinzu: den optischen Effekt. Deshalb gilt der in Ungarn geborene Künstler als Vater der sogenannten Op-Art. Diese fordert uns mit wahrnehmungspsychologischen Wirkungen von Bildmustern heraus, löst Bewegungs- oder Flimmereffekte auf der Netzhaut aus. In die Kunst Vasarelys flossen auch seine Erfahrungen als Grafiker ein. Für die Olympiade in München 1972 entwarf er das offizielle spiralenförmige Logo. Und auch die Raute von Renault entstammt seinem Zeichenblock. Von 1955 bis 1968 waren seine Arbeiten regelmäßig auf der Kasseler Documenta zu sehen. Er gründete im Jahr 1976 die Fondation Vasarely in Aix-en-Provence. In seiner Geburtsstadt Pécs eröffnete im selben Jahr das Vasarely-Museum. Ein weiteres folgte 1987 in Budapest.
Das Städel Museum in Frankfurt zeigte bis Januar 2019 in der Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ über 100 Werke des Jahrhundertkünstlers.
Victor Vasarely, Oslop 3
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Joel Meyerowitz
Photography is not about second-guessing, it just happens and then it's gone.“ Dieses Zitat von Joel Meyerowitz macht deutlich, dass der Fotograf bei seiner künstlerischen Arbeit vor allem auf eines vertraut und vertrauen kann: die Kraft der Intuition.
So verweist auch der Fotoband „Wild Flowers“ – zusammen mit seinem signierten und nummerierten Fine Art Print mit dem Titel „Window, Rockport, Massachusetts 1965“ als Collectors Edition in 25er Auflage erschienen – keineswegs auf ein Konzept. Die Serie erschien erstmals 1983, in der 2020er Auflage dann in einem größeren Format, mit vielen neuen und bis dahin unveröffentlichten Fotografien.
Joel Meyerowitz, Window, Rockport, Massachusetts 1965
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A.R. Penck
An A. R. Pencks frühes Vorbild Picasso erinnern nicht nur die kubistischen Anleihen in der Lithografie „Ariadne – Minotaurus“, sondern auch das Motiv: Keine andere Figur tritt so oft in den Werken des spanischen Malerstars auf wie der Minotaurus, eine Gestalt mit menschlichem Körper und dem Kopf eines Stiers. Und auch Penck greift immer wieder auf dieses Zwitterwesen zurück. Die Edition aus dem Jahr 1992 erzählt eine jahrtausendealte Geschichte: Laut der griechischen Mythologie half Ariadne, die Tochter des kretischen Königs Minos, dem späteren Herrscher Athens, Theseus, dabei, den Minotaurus zu besiegen. Auch dass sie als Fruchtbarkeitsgöttin verehrt wurde, scheint sich in Pencks Interpretation zu spiegeln. Die Linienführung sowie das geheimnisvolle Zeichenvokabular aus Strichfigur, Pfeil, Sonne oder Mond machen aus der Lithografie einen typischen Penck – grafisch kraftvoll und archaisch.
A.R. Penck, Ariadne - Minotaurus
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Françoise Pétrovitch
„Rougir“, deutsch „erröten“, so heißt eine ganze Serie von Siebdrucken der Künstlerin Françoise Pétrovitch. Mit der Grundfarbe Rot, einer Farbe, die Emotionen und Gefahr symbolisiert, wurde diese Arbeit gedruckt. Weiß ist die zweite Hauptfarbe des Bildes, nicht nur als Hintergrund.
Françoise Pétrovitch, Rougir (bronzage)
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Joachim Lambrechts
Joachim Lambrechts arbeitet ohne Skizzen ‒ anders als im Falle der riesigen Murals, die der Künstler, aus der Graffiti-Szene kommend, als Auftragsarbeiten in ganz Europa realisierte, bevor er sich ausschließlich der Leinwand verschrieb. In der Spontaneität findet der 1986 in Antwerpen geborene Maler die nötige Freiheit für seine Kreativität. Der frühere Drummer vergleicht seinen Umgang mit dem Pinsel mit dem Einsatz von Schlagzeugsticks: einfach freudvoll loslegen! Die Musik ist für ihn bis heute eine große Inspiration.
Joachim Lambrechts, 2 alligators resting on the shore after breakfast - yellow
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Bianca Kennedy
Ist die Badewanne der letzte Ort des Rückzugs und der Kontemplation? Die transformierende Kraft des Wassers in der Wanne, die als Dreh- und Angelpunkt besonders in Filmen genutzt wird, fängt Bianca Kennedy mit ihrer Edition „Portraits of Taking a Bath in Movies“ ein. Denn im Film spielt die Badewanne und das, was in ihr passiert, eine besondere Rolle: als Ort von lebensverändernden Geheimnissen, von Mord und Totschlag oder auch als Beichtstuhl, in dem Verborgenes preisgegeben wird.
Bianca Kennedy, Serie
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Bianca Kennedy
Ist die Badewanne der letzte Ort des Rückzugs und der Kontemplation? Die transformierende Kraft des Wassers in der Wanne, die als Dreh- und Angelpunkt besonders in Filmen genutzt wird, fängt Bianca Kennedy mit ihrer Edition „Portraits of Taking a Bath in Movies“ ein. Denn im Film spielt die Badewanne und das, was in ihr passiert, eine besondere Rolle: als Ort von lebensverändernden Geheimnissen, von Mord und Totschlag oder auch als Beichtstuhl, in dem Verborgenes preisgegeben wird.
Bianca Kennedy, Serie
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Bianca Kennedy
Ist die Badewanne der letzte Ort des Rückzugs und der Kontemplation? Die transformierende Kraft des Wassers in der Wanne, die als Dreh- und Angelpunkt besonders in Filmen genutzt wird, fängt Bianca Kennedy mit ihrer Edition „Portraits of Taking a Bath in Movies“ ein. Denn im Film spielt die Badewanne und das, was in ihr passiert, eine besondere Rolle: als Ort von lebensverändernden Geheimnissen, von Mord und Totschlag oder auch als Beichtstuhl, in dem Verborgenes preisgegeben wird.
Bianca Kennedy, Serie
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Bianca Kennedy
Ist die Badewanne der letzte Ort des Rückzugs und der Kontemplation? Die transformierende Kraft des Wassers in der Wanne, die als Dreh- und Angelpunkt besonders in Filmen genutzt wird, fängt Bianca Kennedy mit ihrer Edition „Portraits of Taking a Bath in Movies“ ein. Denn im Film spielt die Badewanne und das, was in ihr passiert, eine besondere Rolle: als Ort von lebensverändernden Geheimnissen, von Mord und Totschlag oder auch als Beichtstuhl, in dem Verborgenes preisgegeben wird.
Bianca Kennedy, Serie
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Antoni Tàpies
Erde, Leim und Marmorstaub – der aus Barcelona stammende Maler Antoni Tàpies, der als Hauptvertreter des spanischen Informel gilt, arbeitete mit außergewöhnlichen Materialien und gab seinen Werken so eine reliefartige Struktur. Der Künstler trug dicke Farbpasten auf die Leinwand auf, ritzte geheimnisvolle Zeichen und Symbole hinein. So drang er in den Bereich des Mystischen, des Spirituellen vor. Wie die Surrealisten, die ihn anfangs beeinflussten, folgte Tàpies Prozessen des Unbewussten. Obwohl er als einer der größten Künstler unserer Zeit gefeiert wird, sah sich der 2012 mit 88 Jahren verstorbene Maler selbst als „einfacher Amateur“, bis zuletzt „auf der Suche nach dem perfekten Bild“.
Antoni Tàpies, Clau del Foc IV
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Imi Knoebel
Als die außergewöhnliche Anfrage kam, für die alte Krönungskirche der französischen Könige in Reims die Kappellenfenster neben denen Marc Chagalls zu entwerfen, wollte der deutsche Maler und Bildhauer Imi Knoebel erst nicht – er und Religion? Doch seine Frau erinnerte ihn an seine „Messerschnitte/Rot Gelb Blau“, eine Serie aus den 1970er-Jahren, in der Knoebel mit einem Cutter freihändig Formen – kurvig und spitz wie Glasscherben – aus bemaltem Papier zugeschnitten hatte, und er nahm sie als Vorlage für diese Aufgabe. Das war 2008, jetzt wurde der Künstler gebeten, drei weitere Fenster für die große Kathedrale zu gestalten.
Auch dieser Siebdruck geht auf die „Messerschnitt“-Collagen zurück. Wie autarke Inseln schweben die Formen auf der Fläche – und verhalten sich dennoch zueinander. Sie scheinen miteinander zu kommunizieren, allerdings in einer Offenheit, die die Wahrnehmung des Betrachters schärft.
Imi Knoebel, o.T. (2)
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Josh Klassman
Josh Klassman ist Insider, Surfer, Skater ‒ und Fotograf. Er wuchs in Venice, dem westlichen Stadtteil von Los Angeles, auf. Der Venice Pavilion war ab den 70er Jahren nicht nur legendärer Skatepark, sondern auch ein gefährliches Pflaster mit täglichen Gang-Shootings. Hier verbrachte Klassman seine Jugend und dokumentierte mit seiner Nikon FM2 die Skate- und Surfszene der 1980er und 1990er Jahre. „My photos are an insider’s perspective, I was a part of all you see, it was my everyday life.“ Klassmans Fotoarchiv aus analogen Schwarz-Weiß-Bildern versammelt heute wertvolle Momentaufnahmen. Sie dokumentieren eine Zeit, in der aus Pionieren der Skateszene wie beispielsweise Jay Adams die ersten Profiskater wurden.
Josh Klassman, Jay Adams (RIP) Venice Hat, 1988
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Werner Reuber
Er war Meisterschüler bei Gerhard Richter und 1976 Gründungsmitglied der ersten Düsseldorfer Produzentengalerie: Werner Reuber (geb. 1947). Der Künstler ist neben der Malerei, Druckgrafik (Holzschnitt) und Zeichnung auch in den Feldern der Keramik und Fotografie sowie des Films tätig. Seit 1982 ist Reuber Teil der Künstler*innengruppe „Die Langheimer“. Ironie und Komik zeichnen sein eigenes Werk und das der „Langheimer“ aus. Auf diese Weise nähert er sich immer wieder neu dem komplexen Beziehungsgeflecht zwischen Mann und Frau. Reuber, der in Düsseldorf lebt und arbeitet, ist in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten.
Werner Reuber, Mann mit Mohnblume & Frau mit Kornblume
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John Baldessari
In der Edition „Picture in a Frame“ hat John Baldessari gleich zwei Zitate versteckt. Er bezieht sich mit dem Werk auf den gleichnamigen Song des US-amerikanischen Singer-Songwriters Tom Waits und liefert damit quasi den Soundtrack zur Betrachtung des Werks. Der Titel hält erst einmal nüchtern fest, was wir vor uns haben: ein Bild in einem Rahmen. „I love you baby and I always will / Ever since I put your picture in a frame“, heißt es dagegen hochromantisch bei Waits. Verpackt Baldessari hier also eine Liebeserklärung an die Malerei? Der Künstler zeigt uns ein – gespiegeltes – Detail aus Gustave Courbets Gemälde „L’Hallali du cerf“, in dem der französische Maler 1867 auf großer Leinwand den Tod eines Rothirschs während einer Parforcejagd festhielt. Vielleicht lässt sich Baldessaris zeitgenössische Antwort darauf als Reset-Taste interpretieren, das vermeintlich überkommene Genre ausgerechnet anhand von zum Klischee geronnenen Hirsch- und Jagddarstellungen noch einmal neu und vorurteilsfrei zu betrachten.
John Baldessari, Picture in a Frame
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Rosemarie Trockel
„Die Ironie kommt immer zum Einsatz, wenn ich bissig werden muss. Das ist ein Laster, das mich davor schützt, zynisch zu werden.“ Das sagte Rosemarie Trockel 1987 in einem Interview. In ihrer signierten und nummerierten Edition „The Steinem Look“ aus dem Jahr 2011 ist dies ganz offensichtlich der Fall. Denn dass die feministische Ikone Gloria Steinem hier auf ihren „Look“ reduziert wird, wird ihrer Rolle natürlich in keinster Weise gerecht – und wirft doch ein Schlaglicht auf die Wahrnehmung von Frauen in der Öffentlichkeit, die bis heute mehr Kontinuitäten als Brüche erlebt. Steinem gründete 1971 mit „MS“ die erste feministische Zeitschrift und wurde zur Mitbegründerin der modernen Frauenbewegung in den USA. Rosemarie Trockels künstlerische Karriere begann in den 1980er Jahren, in denen politisch Konservative dazu aufriefen, sich auf „traditionelle“ Familienwerte zu besinnen. Ihre Werke waren damals auch Teil der berühmt gewordenen Gruppenausstellung „Eau de Cologne“, in der die Galerie Sprüth Magers ausschließlich Künstlerinnen zeigte – in der fand 1983 auch die erste Einzelausstellung Trockels statt. Nur fünf Jahre später waren Rosemarie Trockels Arbeiten dann im New Yorker MoMA zu sehen.
Rosemarie Trockel, The Steinem Look
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Peter Fischli / David Weiss
Das „Haus“ von Fischli/Weiss ist weltberühmt: die Nachbildung eines unscheinbaren, modernistischen Gewerbegebäudes im Maßstab 1:5. Es gilt als ein Hauptwerk der Künstler. Auch hiermit huldigen sie dem Alltäglichen. Ursprünglich entworfen für die „Skulptur Projekte Münster“-Ausstellung im Jahr 1987 – platziert abseits touristischer Pfade neben einer Würstchenbude –, danach in einer wetterfesten Version nachgebaut aus Aluminium und mit einem Farbanstrich versehen. Es sollte ein biederes, Gewöhnlichkeit ausstrahlendes Haus „mittelständiger Macht und Prachtentfaltung“ sein, wie es Fischli/Weiss im Projektantrag formulierten. Die gleichnamig betitelte handgeklebte Collage zeigt die Installation vor dem Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Genau dort stand das „Haus“ tatsächlich anlässlich der Fischli/Weiss-Retrospektive im Jahr 2016 – im bestmöglichen Gegensatz zur ikonischen Architektur von Frank Lloyd Wright. „Mich interessiert die Frage nach der Illusion des Echten, Authentischen und der Aufrichtigkeit des Nachgemachten, Un-Authentischen“, sagte Peter Fischli einmal. Zu groß für ein Modell und zu klein für ein Gebäude – näher dran am echten Leben geht wohl kaum.
Peter Fischli / David Weiss, Haus
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Sarah Morris
Sarah Morris, born in the US in 1967, is considered among the world’s most successful contemporary artists. She became well known as a result of her abstract paintings, whose geometric structures mirror skyscraper facades and question the architecture of modern metropoles. Urban landscapes and constructions are also the subjects of her films, in which she paints portraits of cities such as Washington, Las Vegas, New York or Los Angeles. Morris’ passing looks at events that determine a big city has been highly praised: “Capital (Washington D.C.)”, for example, shows the hustle and bustle around the White House during the last days of the Clinton Administration, whilst in “Los Angeles”, Morris observes Hollywood stars like Warren Beatty amid preparations for the Academy Awards.
Sarah Morris, Sony (Los Angeles)
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Wolfgang Tillmans
1998 zeigte Tillmans erstmals „nicht mit der Kamera gemachte Bilder“. Hierzu hat er entweder unbelichtetes Fotopapier oder solches, das vorher unterschiedlich farbigen Lichtquellen ausgesetzt war, durch die Entwicklungsmaschine geführt, wobei diese noch Spuren von Chemikalien oder Wasser enthielt. Indem das Papier diesen Vorgang durchläuft, kommt es zu Schlieren, Kratzern, Druckstellen oder anderen unvorhergesehenen Veränderungen. Auch für Fotografie von 2005, die Vorlage für den signierten Offsetprint mit dem Titel „It´s Only Love, Give It Away“ war, nutzt Tillmans dieses experimentelle Vorgehen. Das Ergebnis ist eine verblüffend körperliche, farbintensive und zugleich zarte Fotografie, deren letzte Exemplare wir heute auf artflash präsentieren.
Wolfgang Tillmans, It´s Only Love – Give It Away
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Lucie Bennett
Die Frau und der weibliche Körper ziehen sich als Motiv durch das gesamte Werk von Lucie Bennett. „I started getting serious about drawing aged three“, sagt die britische Künstlerin. „Even then my preferred subject was women. I drew women in elaborate outfits spending lots of time on the pattern and design.“ Waren es am Anfang ihrer Künstlerinnenkarriere Uniform tragende Frauen in selbstbewussten Pin-up-Posen, unterzog Bennett ihre Darstellungen mit der Zeit einer immer stärkeren Reduktion.
Auch der Siebdruck aus dem Jahr 2018 mit dem verlockenden Titel „Honey Island” kommt mit wenigen Linien aus. Und doch: Der sichere, grafisch anmutende Pinselstrich, die mit zartem Schwung angedeutete Wirbelsäule oder die an Pop und die 1980er erinnernde Farbwahl – die Werke haben einen hohen Wiedererkennungswert und verkörpern eine bestimmte, ganz eigene Haltung: den Lucie-Bennett-Style. Ihre Porträts wirken so cool und schwerelos, wie sich Weiblichkeit anfühlen sollte. Dazu selbstbestimmt. Intim, aber nicht ausgestellt. Es ist ein Balanceakt, den Bennett meistert, und zwar mit großer Sensibilität.
Lucie Bennett, Honey Island
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George Byrne
A swim ring’s shadow shimmers in the turquoise of a hotel pool. The angular railing of a single stair step appears like a sculpture, out of place. A dissimilar pair of palm trees reaches into the infinity of the clear blue sky, one of them completely in white. Its shadow likewise appears misplaced: Its stage is a light green wall adjacent to a deserted parking space. Shadows, palm trees, anonymous buildings, lifeless places, bizarre details — photographer George Byrne, born 1976 in Sydney, looks where nothing appears to be happening at all. But the street and landscape photography radiates, it is pure joie de vivre. A road movie that passes through enchanting colours, glimmering lights and unusual image compositions.
Byrne graduated from Sydney College of The Arts in 2001, travelled extensively, and then settled in Los Angeles in 2010 where he has been focusing on his photographic practice.
George Byrne, 99c Silverlake #3
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Iñaki Bonillas
30 Ordner mit 3000 bis 4000 Fotos und 1000 Dias – das ist der Schatz, den Iñaki Bonillas seit Beginn seiner künstlerischen Karriere hebt. Es ist die Fotosammlung seines Großvaters José Rodríguez Plaza, ein Amateurfotograf, der in Spanien geboren wurde und als junger Mann nach Mexiko emigrierte. Bonillas Großmutter vermachte sie ihm nach Plazas Tod im Jahr 2000. Seitdem nimmt der 1981 in Mexiko-Stadt geborene Künstler immer neue Aspekte des umfangreichen Archivs in den Blick und schafft dadurch immer neue Erzählungen.
In „A Storm of Secondary Things“ (2012) sind es die Nebensächlichkeiten, das Geschehen im Hintergrund, das unabsichtlich Festgehaltene, das Bonillas fokussiert. Passenderweise taucht er die Bilder in die Sekundärfarben Grün, Orange und Violett. Er konfrontiert uns mit der Frage, wie unsere Wahrnehmung, unser Gedächtnis funktioniert. Gleichzeitig wirkt die Edition wie eine liebevolle Aufforderung: Achtet mehr auf die Details, denn sie bereichern die Erinnerung!
Iñaki Bonillas, A Storm of Secondary Things I
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Iñaki Bonillas
30 Ordner mit 3000 bis 4000 Fotos und 1000 Dias – das ist der Schatz, den Iñaki Bonillas seit Beginn seiner künstlerischen Karriere hebt. Es ist die Fotosammlung seines Großvaters José Rodríguez Plaza, ein Amateurfotograf, der in Spanien geboren wurde und als junger Mann nach Mexiko emigrierte. Bonillas Großmutter vermachte sie ihm nach Plazas Tod im Jahr 2000. Seitdem nimmt der 1981 in Mexiko-Stadt geborene Künstler immer neue Aspekte des umfangreichen Archivs in den Blick und schafft dadurch immer neue Erzählungen.
In „A Storm of Secondary Things“ (2012) sind es die Nebensächlichkeiten, das Geschehen im Hintergrund, das unabsichtlich Festgehaltene, das Bonillas fokussiert. Passenderweise taucht er die Bilder in die Sekundärfarben Grün, Orange und Violett. Er konfrontiert uns mit der Frage, wie unsere Wahrnehmung, unser Gedächtnis funktioniert. Gleichzeitig wirkt die Edition wie eine liebevolle Aufforderung: Achtet mehr auf die Details, denn sie bereichern die Erinnerung!
Iñaki Bonillas, A Storm of Secondary Things III
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Michael Thompson
Ups! Was macht Sean Combs auf diesem Foto? Er ist nicht allein. Doch die Dame an seiner Seite ist reduziert auf einen Körperausschnitt und deshalb nicht zu erkennen. Der Titel verrät indes, dass es sich um ein bekanntes Model handelt: „Sean Combs, Emma Heming, Malibu“ (2001).
Der Fotograf Michael Thompson hat den berühmten US-amerikanischen Rapper und Musikproduzenten Sean Combs, besser bekannt unter den Pseudonymen Diddy, P. Diddy oder Puff Daddy, zu Beginn der 2000er-Jahre in Malibu gemeinsam mit dessen damaliger Freundin Emma Heming porträtiert.
Die ausgefallene Pose des Liebespaares und der gezielte Bildausschnitt machen klar: Hier geht es nur vordergründig um weibliche Schönheit, sondern vielmehr um die Darstellung von Macht und Besitz, Begierde und Leidenschaft, Erotik und Exzentrik zwischen Mann und Frau!
Michael Thompson, Sean Combs, Emma Heming, Malibu (2001)
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