Some editions you may have missed

 
Dorothy Iannone
Welche Antwort gibt man auf diese Frage: „Doesn't everyone make mistakes in September?" Auf 2014 datiert ist diese Edition in Schwarz-Weiß. Die Originalzeichnung entstand bereits 1976. Damals zeichnete Dorothy Iannone das Motiv auf eine Postkarte. Noch im selben Jahr gab die in Boston, Massachusetts, geborene Künstlerin ihrem Leben eine neue Richtung und ging mit einem DAAD-Stipendium nach Berlin. Dort lebt sie bis heute. Neben dem ironisch anmutenden Text der Zeichnung fällt Iannones explizite Bildsprache ins Auge, ein Mix aus Comic-Ästhetik und tantrischer Malerei bzw. buddhistischer Motivik. Letztere entdeckte die Künstlerin auf ihren Auslandsreisen.
Weibliche Sexualität, freie Liebe: Iannones Kunst der Kompromisslosigkeit verweigert bereits seit den 1960er Jahren die Zensur. In Gemälden, Texten, Bilderzählungen und Filmen kämpft sie für die Emanzipation. Ihr Werk dreht sich um die sexuelle, aber auch intellektuelle Unabhängigkeit der Frau und ihrer Gleichheit im Verhältnis zum Mann.
Dorothy Iannone, Doesn’t Everyone Make Mistakes in September?
Available
Miriam Vlaming
Miriam Vlaming ist es gelungen, einen festen Platz als Malerin in der männlich dominierten Kunstwelt einzunehmen. Von Arno Rink, deren Meisterschülerin sie an der renommierten Hochschule für Grafik und Buchdruck in Leipzig war, lernte sie, dass „Kunst machen“ eine Haltung ist, die nicht nach getaner Arbeit abgelegt werden kann. Und so erscheint es logisch, dass sich Vlaming für ihre Kunst eine der schwierigsten und ältesten Maltechniken überhaupt ausgesucht hat: die Temperamalerei, bei der die Farbpigmente mit Eigelb gebunden werden. Schon in der Zeit der Renaissance verwendeten nur die besten und geschicktesten Maler diese Technik, denn sie verlangt größeres Vermögen und umfassenderes technisches Wissen als die herkömmliche Ölmalerei.
Miriam Vlaming, Dance into the light
Available
Tara Wray
Unter dem Titel „Too Tired for Sunshine“ veröffentlichte die US-amerikanische Fotografin, Kuratorin und Filmemacherin Tara Wray im Jahr 2018 ein Buch, in dem sie sich fotografisch mit ihren Depressionen auseinandersetzte. Es ist eine Sammlung von Momentaufnahmen, von Stillleben, kleinen Details, hinter deren scheinbarer Banalität tief empfundene Traurigkeit hervordrängt, aber die aktive und künstlerische Auseinandersetzung auch Hoffnung gibt. Der Tragik des Lebens mit psychischen Erkrankungen metaphorisch, gar spielerisch Ausdruck verleihen, das gelingt Tara Wray meisterhaft in dieser Fotografie, der von einer Glasglocke zerquetschte Donut, die wir heute exklusiv auf artflash vorstellen!
Tara Wray, Quechee, Vermont (2014)
Available
Chiharu Shiota
„Ich mache Kunst, weil ich dann das Gefühl habe, hundert Prozent in mir zu ruhen,“ so beschreibt die japanische Installations- und Performancekünstlerin Chiharu Shiota die Motivation ihres künstlerischen Schaffens. In ihren Werken stellt sie sich Erinnerungen, unbewussten Ängsten, Obsessionen, Albträumen und Traumata. Intuitiv kreiert die Abramović-Schülerin raumgreifende Skulpturen aus häufig schwarzen Wollfäden, die ihr Markenzeichen sind. Spinnt darin Kleider, Betten oder Schuhe ein – und manchmal auch sich selbst. Objekte und der eigene Körper werden zu Bedeutungsträgern, zu Spiegeln existenzieller Fragen. Bewegt man sich in ihren Installationen, wird klar: Sie reichen über das Rationale hinaus. Chiharu Shiota lotet auf kraftvolle Weise die Grenzen unseres Bewusstseins aus.
Chiharu Shiota, In the Earth
Grace Weaver
Etwas neben der Spur wirken sie stets, die Heldinnen auf Grace Weavers Bildern, so auch die jungen Frauen, die auf den drei unbetitelten Faksimile-Prints zu sehen sind. Ihre puffärmeligen Sommerkleider sitzen perfekt, und doch scheint irgendetwas nicht zu stimmen. Was gäbe man darum, einmal kurz in ihre Köpfe hineinblicken zu können! Liegt ihnen vielleicht der Avocadotoast, den es zu Mittag gab, zu schwer im Magen? Haben sie einen wichtigen Termin verschwitzt? Drückt ein komplizierter Beziehungsstatus auf die Stimmung? Oder geht es gar um Grundsätzlicheres? Existenzielleres? Weaver hat ein besonderes Talent dafür, der Tragikomik des Alltags junger Großstädterinnen Ausdruck zu verleihen, amüsant, anspielungsreich und hintersinnig zugleich. Dabei zeugt ihre Malerei ebenso von detaillierter Kenntnis der Kunstgeschichte, etwa der Porträtmalerei des Manierismus oder der niederländischen Genremalerei, wie von einem Tief-Verwurzeltsein im Hier und Jetzt. Endlos ist die Liste der künstlerischen Einflüsse quer über die Jahrhunderte hinweg, die man in Weavers Sujets erkennen kann: Pieter Bruegel d. Ä., Jacopo da Pontormo, Bronzino, Jean-Auguste-Dominique Ingres, Henri Matisse, Fernand Léger, Alex Katz. Nonchalant vermischt die Künstlerin solche Referenzen mit popkulturellen Elementen und einer farbenfrohen Instagram-Ästhetik, mit mädchenhafter, jedoch souverän eingesetzter cuteness und ironischer Selbstreflexion und beweist auf diese Weise, wie nebenbei, die Vitalität figurativer Malerei.
Grace Weaver, Ohne Titel #3
Available
Isabelle Dutoit, Verena Landau, Claudia Rößger, Miriam Vlaming
Gibt es das weibliche Pendant zur Neuen Leipziger Schule? Ja! Die Künstlerinnen Isabelle Dutoit, Miriam Vlaming, Claudia Rößger und Verena Landau studierten alle in Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst; zwischen 1999 und Mitte der 2000er Jahre haben sie bei den renommierten Professoren Arno Rink und Neo Rauch ihre Abschlüsse gemacht. Sicher ist: Sie alle haben eine fundierte Malereiausbildung genossen. Statt nach dem Studium ein Kollektiv zu gründen wie einige ihre heute berühmten männlichen Kommilitonen, wurden sie zu Einzelkämpferinnen ‒ eine Chance: Unbeachtet von dem teils unsteten, unruhigen Kunstmarkt, konnten sie alle vier künstlerisch uneingeschränkt experimentieren. Der Tradition der figurativen Malerei verhaftet, hat jede von ihnen einen eigenen Weg eingeschlagen. Das Ergebnis ist bemerkenswert. Ihre Malerei geht über das Altbekannte der Figuration hinaus.
Isabelle Dutoit, Verena Landau, Claudia Rößger, Miriam Vlaming, Künstler*innen-Mappe inkl. 4 Lithografien
Available
Christiane Wöhler
Es geht der Fotografin um die Augenblicke, in denen ein Verschwimmen der Grenzen sichtbar wird, und sich der natürliche Widerspruch offenbart. Es ist unklar, wo in ihren Bildern das Reale endet und das Traumhafte beginnt. Sie strahlen Intimität, Zartheit aus, und in dieser Verletzlichkeit schwingt gleichermaßen Gefahr, Gefährdung mit. Solcherart können Wöhlers Fotografien als poetisch-romantisches Bekenntnis einer Künstlerin gedeutet werden, die nach Wahrhaftigkeit sucht – oder wie sie es selbst formuliert hat: „Es ist mein Anspruch, eine Form von Wahrheit zu schaffen. Ein für mich gutes Bild zeigt oft einen Zwiespalt, ohne dadurch unklar zu sein, im Gegenteil, es wird authentisch und erzählt eine Geschichte.“
Christiane Wöhler, Möwenmädchen
Available
Verena Löwensberg
Der signierte Siebdruck „Composition“ von Verena Loewensberg (1912‒1986) aus dem Jahr 1966 zeigt dreierlei: die Konsequenz, mit der die Schweizer Künstlerin konkrete – das heißt zunächst ungegenständliche, programmatisch festgelegte und mathematisch begründete – Kunst schuf, die Poesie, die ihren Arbeiten innewohnt, und ihr Gespür für den Einsatz von Farbigkeit der daraus hervorgehenden psychisch-energetischen Kraft. Loewensbergs Werke basieren auf einfachen geometrischen Formen, die vor unseren Augen geradezu zu tanzen beginnen. Ihnen liegen für uns unsichtbare Muster zugrunde, die immer wieder neuen Gesetzen gehorchen. „Ich habe keine Theorie, ich bin darauf angewiesen, dass mir etwas einfällt“, sagte Loewensberg einmal – der eigene Anspruch an ihr künstlerisches Schaffen war hoch.
Verena Löwensberg, Composition
Available
Françoise Pétrovitch
Das Fragile interessiert Françoise Pétrovitch, daher überrascht es nicht, dass ihr – obwohl sie mit unterschiedlichsten Materialien und Medien arbeitet – die Zeichnung die liebste künstlerische Technik ist. Dabei kommt es ihr auf die spontane Geste an, frei skizziert sie in einfachen Linien Figuren auf Papier. Diese changieren zwischen Kindheit und Erwachsensein, männlich und weiblich oder auch Mensch und Tier. Die Gestalten der 1964 in Chambéry geborenen Pétrovitch stehen meist isoliert auf weißem Grund. Das verleiht ihnen Kraft – vermittelt aber auch das Gefühl von Verlorenheit.
Zahlreiche öffentliche Sammlungen haben die Arbeiten der Künstlerin erworben, darunter der Fonds Régional d’Art Contemporain (FRAC) Alsace, der FRAC Haute-Normandie und das Musée d’art contemporain du Val-de-Marne (MAC/VAL). Pétrovitch lehrt an der École supérieure des arts et industries graphiques (ESAIG) in Paris.
Françoise Pétrovitch, Rougir (sirène)
Available
Jenny Holzer
Da flackert nichts. Mit farbenreichen LED-Schriftbändern hat die New Yorker Konzeptkünstlerin Jenny Holzer Weltruhm erlangt, doch hier ruhen große rote Lettern auf gelbem Grund.
„YOU CAN WATCH PEOPLE ALIGN THEMSELVES WHEN TROUBLE IS IN THE AIR. SOME PREFER TO BE CLOSE TO THOSE AT THE TOP AND OTHERS WANT TO BE CLOSE TO THOSE AT THE BOTTOM. IT’S A QUESTION OF WHO FRIGHTENS THEM MORE AND WHOM THEY WANT TO BE LIKE.” Dieser Gedankensplitter, in Form eines Kupferdrucks auf Büttenpapier gebracht, ist Teil der „Living Series” (1980–82), in der die 63-Jährige Beobachtungen sozialer Phänomene beschreibt. Sie bemüht sich darin wie stets um eine moderate Sprache, und doch gerät der Leser ins Wanken, weil er in einen Strudel von Fragen gerät: Bin ich ein Hin- oder Weggucker? Warum verstecke, wovor fürchte, nach welchem Ich sehne ich mich? Die Harmlosigkeit, die eine Alltagssituation zunächst verspricht, gerät so leicht aus den Fugen.
Jenny Holzer, Selection from Living 1980–82
Available
Bettina Krieg
Die Arbeiten von Bettina Krieg (geb. 1981), die in Berlin, Marseille und Canberra studierte und Meisterschülerin von Daniel Richter, Robert Lucander und Hans-Jürgen Diehl war, geben Fragen auf. Die mal zart, mal mit kräftigem Strich ausgeführten Zeichnungen bewegen sich zwischen Figürlichkeit und Abstraktion. Das Auge sucht nach Halt, findet Ankerpunkte, Details inmitten eines Strudels, dann verliert es sich wieder in der Tiefe der Zeichnung. Bewusst gibt die Künstlerin keine Antworten in Bezug auf Perspektive, Materialität, Anfang oder Ende. Ihre Werke tragen keine Titel, denn jeder sieht das, was er vermag.
Neben Stichen von Whistler, Corot und Courbet waren es Motive in ihrer alltäglichen Umgebung, die die Künstlerin zunächst inspirierten. Ein Fotoarchiv entstand, aus dem Krieg lange schöpfte, um die Strukturen komplexer Systeme, etwa Verkabelungen, Vegetationsformen, Meerestiere und Wasserfälle, zu durchdringen. Mit Bleistift, Pinsel, Feder, Fineliner und Marker seziert sie ihre Umgebung. Aktuelle Ausstellungen zeigen Arbeiten mit neuem Vokabular – abstrakter, stringenter und reduzierter. Was bleibt, ist das Spielerische und zugleich Analytische der Werke. Krieg wurde bereits vielfach mit Preisen sowie diversen hochkarätigen Stipendien ausgezeichnet.
Bettina Krieg, Untitled Green WV BK D 0850
Available
Naja Conrad-Hansen
Naja Conrad-Hansen, halb Dänin, halb Finnin, absolvierte 2003 die Kopenhagener Royal Danish Academy of Fine Arts und arbeitet seitdem als Künstlerin und Illustratorin in der dänischen Hauptstadt. Neben der Zusammenarbeit mit Labels wie Adidas oder Louis Vuitton widmet sie sich freischaffend insbesondere der Ölmalerei und Tuschezeichnung. Sie zählt laut „Lürzers Archiv“, dem Fachmagazin der Kreativwirtschaft, zu den „200 besten Illustratoren weltweit“, ihr Werk ist in über 30 Büchern greifbar, darunter in ihrem preisgekrönten Kinderbuch „Drømmeprinsessen“ („Traumprinzessin“), das im Rahmen eines Wettbewerbs der Kopenhagener Kunstakademie und des Buchverlages Gyldenhal entstanden ist.
Stark geprägt hat Naja Conrad-Hansen ein Aufenthalt im West-Berlin der 1980er Jahre, wo sie in einem Wohnwagen lebte und die lebendige Undergroundszene der eingemauerten Stadt für sich entdeckte. Doch auch die 1920er Jahre mit ihren schillendern Charakteren und Geschichten sind in ihren aktuellen Werken deutlich spürbar.
Naja Conrad-Hansen, Black
Available
Simone Haack
Die Künstlerin Simone Haack (geb. 1978) muss eines ganz sicher besitzen: Empathie. Denn ohne ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen wären die komplexe Gefühlswelten ausstrahlenden Figuren in ihren Werken kaum vorstellbar. „In meiner künstlerischen Arbeit gilt mein vorrangiges Interesse der Visualisierung von Innen- und Parallelwelten“, sagt Haack – und die sind nicht allein im Hier und Jetzt verhaftet. „Obwohl meine Zeichnungen den Regeln einer realistischen Darstellung folgen, etablieren sie eine Realität, die wir mit Träumen, Erinnerung und Imagination assoziieren.“
Die spätere Meisterschülerin von Karin Kneffel studierte nicht nur bei dieser, sondern auch bei Katharina Grosse Freie Kunst an der Hochschule für Künste Bremen. Bereits mehrfach wurde sie ausgezeichnet, u.a. mit dem Willi-Oltmanns-Preis für Malerei. Ihre Werke sind z.B. in der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages in Berlin, den Städtischen Galerien Bremen und Delmenhorst sowie im Frissiras Museum in Athen vertreten.
Simone Haack, Die Andere
Available
Steina Vasulka
Bevor Steina Vasulka (geb. 1940 in Reykjavík) gemeinsam mit ihrem Mann Woody Vasulka die Medienkunst revolutionierte, war sie – studiert in klassischer Violine – Mitglied im Isländischen Symphonieorchester. In ihrer Performance-Arbeit „Violine Power“ verwebte sie 1979 Audio- mit Videosignalen – und erzielte erstaunliche Effekte.
Was Steina und Woody Vasulka in ihren frühen Arbeiten einte, war ihr Interesse an dem Medium Video. Beide hatten großen Anteil daran, dass sich Videokunst als eigenes künstlerisches Genre etablieren konnte, als sich Ende der 1970er Jahre das Fernsehen als Massenmedium ausbreitete. Sie experimentierten mit der elektronischen Technologie, um das Verhältnis von Bild und Ton neu zu definieren, und nutzten Verfahren der Farbmanipulation und Überblendung oder elektronische Bildbeeinflussungen durch Synthesizer mit dem Ziel, die filmische Dramaturgie und die narrativen Möglichkeiten zu erweitern.
Steina Vasulka erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, bespielte den Isländischen Pavillon auf der Venedig-Biennale (1997) und ist heute in zahlreichen namhaften Sammlungen vertreten, darunter dem MoMA in New York und dem ZKM Karlsruhe.
Steina Vasulka, Pyrospheres
Available
Hanne Darboven
Schon morgens um vier Uhr saß Hanne Darboven in ihrer Schreibstube, um erst am Mittag den Griffel aus der Hand zu legen. Für die Künstlerin war das Leben eine von Stundenplänen geregelte „Hausaufgabe“, unter die man abends ein Häkchen setzt. Aus dieser Disziplin entstand ein anspruchsvolles Werk, das man näherungsweise als künstlerisches Schreibwerk, als bildende Kunst und als minimalistische musikalische Kompositionsarbeit bezeichnen könnte. Das Thema „Stundenplan“ ist auch in „Theatre“ deutlich sichtbar. Täglich führte Darboven mit einer Gründlichkeit, die gleichermaßen grandios, einschüchternd wie furchterregend ist, Buch.
Hanne Darboven, Theatre
Available
Michelle Jezierski
Die Landschaft ist in den Werken der Berliner Künstlerin Michelle Jezierski Ausgangspunkt für Fragen des Raumes und unserer Wahrnehmung davon. Farbschichten türmen sich wie Wolken, Wellen oder Felsen auf, häufig überzogen von geometrischen Formen, die – Streiflichtern gleich - zusätzliche Tiefe und Dynamik erzeugen. Hell- und Dunkelkontraste, gedeckte und leuchtende Farben bestimmen die Atmosphäre darin, die uns Betrachter*innen auf ganz unterschiedliche, emotionale Weise einnimmt, so unterschiedlich wie das Licht an einem Morgen, im Vergleich zu dem am Tag und Abend oder in der Nacht.
Michelle Jezierski, Strain
Available
Antje Engelmann
Ob ihre eigene Mutterschaft, ihre donauschwäbische Herkunft oder die Vergangenheit ihrer Tante als Prostituierte – Antje Engelmann montiert und sampelt in ihren Werken Ausschnitte aus dem Bildarchiv der Familie, eigene dokumentarische Aufnahmen und Found-Footage-Materialien. In ihren multimedialen Arbeiten entsteht daraus ein auf realem Boden fußender, assoziativ und kreativ-wissenschaftlich erweiterter, spannender Kosmos.
Antje Engelmann, Spange
Available
Jagoda Bednarsky
Als „Shadowland (signature edition)“ bezeichnet Jagoda Bednarsky ihre zehn – immer wieder anders kolorierten – Aquarelle, die alle Unikatcharakter besitzen. „Shadowland“ („Schattenland“), so heißt auch eine ganze Werkserie der Berliner Malerin, in der sie sich mit dem Bild der Frau und dem Muttersein auseinandersetzt. Den Titel hat sie einer 1919 in New York erstmalig erschienenen gleichnamigen Kulturzeitschrift entlehnt. Mal zeigt Bednarsky den konkreten Stillmoment ‒ Baby und Brust in Nahaufnahme ‒, mal wird die weibliche Brust zum ‚Schutzschirm‘ in einer Regenszenerie oder, wie in diesen Acrylarbeiten, zum aufragenden Gebirge inmitten einer Hügellandschaft. Die Realität hält Einzug in Bednarskys Werken – der kunstvoll geschwungene Schriftzug ihres Namens am Himmel deutet an, dass es in ihren Arbeiten auch um eigene Erfahrungen geht. Doch das Abstraktionsmoment ist stets stark genug, um assoziative Reflexionsprozesse wie jene über den weiblichen Körper oder tradierte Rollenklischees in Gang zu setzen. Selbstbewusstsein, Eigensinn und Ironie sprechen aus diesen genauso sinnlich-poetischen wie fantastisch-witzigen Werken.
Jagoda Bednarsky, Shadowland (Signature Edition) 3
Available
Lou Loeber
Lou Loeber widmete ihr Leben ganz der Kunst. Am 3. Mai 1894 wurde sie in Amsterdam geboren; ihr wohlhabendes Elternhaus war stets offen für neue künstlerische Entwicklungen in den Niederlanden um die Jahrhundertwende. Bereits 1913 bekam Loeber ihr eigenes Atelier, 1915 wurde die junge Malerin an der Rijksacademie voor Beeldende Kunsten, Amsterdam, aufgenommen. Sie war aktive Sozialistin, Pazifistin – und Veganerin: ein moderner Mensch. Sie interessierte sich für den Kubismus und setzte sich intensiv mit „De Stijl“ und den Lehren des Bauhauses auseinander. 1931 heiratete sie den Maler Dirk Koning. Loeber starb 1983 in Blaricum, Provinz Nordholland.
Lou Loeber, Geranium
Available
Mary Heilmann
Mary Heilmann gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart. Einst zierten ihre knallbunten, an Würfel erinnernden Gartenstühle das Dach des aufsehenerregenden Neubaus des Whitney Museum of American Art an der Gansevoort Street in New York. 2013 hat ihr das Kunstmuseum Bonn eine Doppelausstellung zusammen mit dem verstorbenen deutschen Künstler Blinky Palermo gewidmet.
Mary Heilmann, It´s raining today
Available
Rosemarie Trockel
Sie ist eine der bedeutendsten und vielseitigsten deutschen KünstlerInnen überhaupt: Rosemarie Trockel, die in den 70er Jahren erst Anthropologie, Theologie und Mathematik studierte, bevor sie zum Kunst- und Designstudium nach Köln wechselte, fertigt Skulpturen, Zeichnungen, Installationen und Objekte, die aus dem Rahmen fallen – unvorhersehbar, rätselhaft und lebendig.
Rosemarie Trockel, Ohne Titel
Available
Meret Oppenheim
Meret Oppenheim gelang ein kometenhafter Aufstieg als Künstlerin. Der Schweifstern kann als Sinnbild für ihre frühe Karriere stehen. „Kleiner Komet“ heißt auch die monogrammierte Farbserigrafie aus dem Kerber Verlag. Hier erinnert er an eine Art Himmelsgefährt, umwebt von vielen kleinen Sternen, golden glänzend wie er. Stehen die zwei Kreise für ein androgynes Wesen? So jedenfalls, geschlechtsneutral, wünschte sich Oppenheim stets die Kunst.
Meret Oppenheim, Kleiner Komet
Available
Meret Oppenheim
„Das Ohr des Giacometti“ (1977) vermag auf liebevolle Art zu irritieren. Dieses kleine Objekt hat eine große Anziehungskraft. Im Bekannten wird das Unbekannte geweckt. Zuerst sehen wir ein Ohr, aber dann sehen wir eine Faust, die zwei Blüten wachsen lässt. Es ist eine ungewöhnliche Hommage an einen der größten Bildhauer des 20. Jahrhunderts und das intime Symbol einer einseitigen Liebe.
Meret Oppenheim, Das Ohr des Giacometti
Available
Marina Apollonio
„Op-Art: Bilder, die das Auge attackieren“ – so beschrieb der Kunstkritiker Jon Borgzinner 1964 im „Time Magazine“ eine neue Kunstrichtung, der auch die italienische Malerin Marina Apollonio als Pionierin zugerechnet wird. Wichtigstes Merkmal: das Spiel mit optischen Illusionen. Die frühesten Werke der Op-Art entstanden Mitte der 1950er Jahre und gelten als Weiterentwicklung der Konkreten Kunst. Mit wahrnehmungsbezogenen Effekten erzielten sie den Eindruck von Bewegung, Vibration oder Überlappung.</p>
<p>In den Jahren 1965 und 1969 nahm Apollonio zusammen mit Künstler*innen wie Bridget Riley und François Morellet an den damals wegweisenden „Neue Tendenzen"-Ausstellungen von Avantgardekünstler*innen in Zagreb teil. Ihre Werke sind heute Teil bedeutender Sammlungen, u.a. der Peggy Guggenheim Collection in Venedig, des New Museum in New York und der Schirn Kunsthalle Frankfurt.
Marina Apollonio, Dinamica Circolare
Available
Pipilotti Rist
Pipilotti Rist wurde Mitte der 1980er und 1990er Jahre mit Einkanalvideos international bekannt und gilt als eine der bedeutendsten zeitgenössischen Videokünstlerinnen überhaupt. Werke der vielfach – u.a. 1997 mit dem Premio 2000 der Biennale di Venezia – ausgezeichneten Künstlerin befinden sich in den weltweit bedeutendsten Kunstsammlungen, darunter das Museum of Modern Art in New York, die Schweizerische Bundeskunstsammlung, der Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart in Berlin, der Centre Pompidou in Paris und die Pinakothek der Moderne in München.
Pipilotti Rist, Du wirst sorglos sein
Available
Anna Nero
Es sind merkwürdige Objekte, die uns in den Werken Anna Neros begegnen. Manche erinnern an Dinge, die wir kennen, und doch bleiben es faszinierende Fantasiegebilde. Dass die in Moskau geborene Künstlerin mit Atelier in Frankfurt am Main einen Hang zum Fetischismus hat, ist ihren Bildern anzusehen. Die Beziehung zwischen Menschen und Objekten sieht sie als einen Ursprung der Kunst. „Ich habe keine Lust, nur so formal-ästhetische Wichtigtuer-Malerei zu machen, eine Prise Selbstironie hat noch niemandem geschadet“, meint sie. Titel wie „Jetlag (mit Happy End)“ und „Elvis“ zeugen davon – und bringen noch einmal mehr neue Narrative ins Spiel. Neros Arbeiten wirken durch ihre vermeintliche Dreidimensionalität plastisch, fast dinglich greifbar. Die flächigen, grafischen Hintergründe verankern sie zugleich im Abstrakten. Durch solche Gegensätze und ihre bedeutungsschwangere Rätselhaftigkeit werden wir hineingezogen in diese spannungsgeladene Kunst – beunruhigend wie ein guter Krimi und anregend wie Fantasy.
Anna Nero, Elvis
Available
Katharina Marszewski
Katharina Marszewski wurde 1980 in Warschau geboren. Die Künstlerin ist in Düsseldorf aufgewachsen und lebt und arbeitet heute in Berlin. An der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studierte sie Bildhauerei und Grafik, 2016/17 war sie dann am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin. In ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich kritisch mit der Kommerzialisierung von Kunst und Künstler.
Marszewski arbeitet in ihrer Kunst mit verschiedenen Gattungen und Formaten. Ihre Ideen manifestieren sich in Texten, Performances, Printmedien, Objekten, Fotografien oder Drucken. Die Auseinandersetzung zwischen den Bereichen Mode und Kunst ist eines ihrer Themen. „Printmode“, so lautet der Name ihres Modelabels.
„Unnecessary Warsaw Correspondent“ hieß 2016 ihre in der Kunstwelt vielbeachtete Einzelausstellung bei Exile Gallery in Berlin. Hier zeigte Marszewski kleinformatige Fotografien aus ihren Notizbüchern. 15 Jahre lang hatte die Künstlerin dieses Material zusammengetragen. Die Werke dokumentieren eine Art Reise durch die Straßen Warschaus. Sie verraten viel über Marszewskis Verhältnis zu ihrer Heimatstadt: „The city I couldn’t live in became my muse.“ Im letzten Jahr nahm Marszewski mit der Performance „Ein Fest an Modellen“ (2017) an der Gruppenausstellung „Whenever The Heart Skips A Beat“ am Mehringplatz, Berlin, teil.
Katharina Marszewski, Kassandra‘s Night Shift
Available
Julia Horstmann
„Die Zeichnung positioniert als Pinguine verkleidete Mädchen vor einem modernistischen Bau“, so beschreibt Julia Horstmann ihre exklusiv für artflash angefertigte Edition „Penguins on Stage“, eine Tuschezeichnung in Schwarz auf Papier. Die Künstlerin hat die Szene einer Fotografie aus den 1920er-Jahren entlehnt, die sie auf einem Flohmarkt in Brüssel entdeckt hat. Vorgefundene Bilder wie dieses dienen ihr als Material für ihre Scherenschnitte und Zeichnungen, die sie dann collageartig zusammenfügt und weiterentwickelt, um sie inhaltlich zuzuspitzen.
Die Tuschezeichnung verrät uns Julia Horstmanns Interesse an Architektur. Sie zeigt uns darüber hinaus auch das Gespür der Künstlerin für Räume. Diese inszeniert sie wie eine Bühne, auf der nicht zuletzt der Betrachter zum Akteur werden kann. „Penguins on Stage“ trägt diesen Bühnencharakter schon im Titel, was die Kostümierung der Mädchen unterstreicht. Julia Horstmann choreografiert sie und macht daraus eine sprechende Treppenszene vor einer an Mondrian erinnernden Kulisse. Der Schwarz-Weiß-Kontrast erhöht zusätzlich die Spannung dieses Rollenspiels, in dem Amateure zu Darstellern werden.
Julia Horstmann, Penguins on Stage
Available
Leiko Ikemura
Ein vom Wind gebeugter Baum an einer felsigen Küste – dass es sich bei der Lithografie von Leiko Ikemura nicht nur um das Porträt eines Ortes am Meer handelt, machen die in zartes Rot-Rosa-Orange getauchte Szenerie und der vom Himmel fallende Kopf mit dem flammengleichen Haar klar. Die Künstlerin schöpft vielmehr aus dem Inneren, breitet Seelenlandschaften vor uns aus. Die „floating heads“ tauchen immer wieder auf in den Werken von Ikemura. Die Augen stets geschlossen, sind sie eingebettet in traumartige Welten, scheinen zu verschmelzen mit ihrer Umgebung, sind Ruhepol und Zeichen der Verwandlung zugleich. „Wir sollten das Seelische sehr wichtig nehmen, genauso wichtig wie unseren Intellekt“, sagt Ikemura, die Unsicherheiten, Mehrdeutigkeiten und Ambivalenzen Raum verschaffen möchte in der Kunst. Was für eine Wohltat in unserer allzu oft auf Eindeutigkeiten beharrenden Welt!
Leiko Ikemura, Ohne Titel 2
Available
Madeleine Boschan
Artist Madeleine Boschan creates new spaces with her works. As soon as we enter her sculptural ensembles, our gaze, our demeanor, and our perception are altered. For the sculptor, the work involves nothing less than the possibility of experiencing transcendence. But this requires candor: “One can only find one’s own place alone; no one can do it for you.” To begin with, the artist repeatedly presents herself with this task whenever she first enters the exhibition spaces of her site-specific works.

Boschan works in a manner that’s equally associative and meticulous. She thinks, reads, and researches in numerous directions. Even the colors of her sculptures are often related to the history of the locations in which they’re shown.
Since the end of her studies at Braunschweig’s University of Art in 2006, Boschan’s works have been shown internationally in solo and group exhibitions, at the Art Center Los Angeles (ACLA), the Hamburger Bahnhof Museum of Contemporary Art in Berlin, Munich’s Kunstraum, in the Philara Collection in Düsseldorf, and the Vienna Secession, among others.
Madeleine Boschan, Antae (brimstone / light blue)
Available
Annika Kahrs
Die Konzeptkünstlerin Annika Kahrs hat mit ihren eigenwilligen Fragestellungen schon früh die Kunstwelt auf sich aufmerksam gemacht. Mal lässt sie, wie in ihrem Werk „Lines“, Seemänner die eigenen Wohnungen beschreiben, ein anderes Mal in einer Performance einen Pianisten Franz Liszts „Vogelpredigt“ vor Vögeln spielen oder auch ausgewählte Personen den Nachthimmel fotografieren – und bewegt sich damit im Spannungsfeld zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Poesie entsteht und wird kurz darauf vielleicht doch als Fantasie entlarvt. Kahrs generiert intime Momente, auch dadurch, dass sie andere Personen in ihre künstlerische Arbeit mit einbezieht. „Mir gefällt es sehr, ein künstlerisches Konzept zu entwickeln und ab einem bestimmten Punkt Dinge, Handlungen, Reaktionen und Entscheidungen anderen zu überlassen und zu sehen, was dann passiert“, sagt die Künstlerin. „So können schnell interessante Situationen und somit auch Fragestellungen entstehen.“
Annika Kahrs, Nima’s sunset
Available
Sandra Mann
„Die Kamera ist ihr Wegbegleiter, ihr verlängerter Atem, fast möchte ich sagen, ein Geruchsorgan.“ So beschrieb kein Geringerer als der Schweizer Kunsthistoriker und Kurator Jean-Christophe Ammann bewundernd den besonderen Instinkt der Fotografin Sandra Mann. Früher flogen ihr auf ihren Streifzügen die Motive quasi zu. Sie habe „die unmöglichsten Bilder“ einfangen können, sagt sie selbst. Das gibt ihren Fotografien eine faszinierende Beiläufigkeit. Und dennoch „beißt“ sich der Blick stets fest an einem präzise eingefangenen Detail, verharrt auf vermeintlich Flüchtigem.
Sandra Mann, 091000-0005 VIP
Available
Katharina Ziemke
Alltagsfotografien, politische und gesellschaftliche Ereignisse, Kriegs- und Pressebilder oder auch Filmstills – vielschichtig sind die Bilder, auf die Katharina Ziemke im Internet stößt. Doch sie bilden nur den Ausgang für die umfassende Aneignung der abgebildeten Szenen durch die Künstlerin. Ihr Vorgehen ist nicht von Inhalten geleitet, sondern intuitiv. Und manchmal kippt dabei das vorher Konkrete fast in die Abstraktion.
Die Edition „Bonnie“ gibt gleich im Titel einen Anhaltspunkt für die Herkunft des Motivs. Es ist die finale Szene aus dem Kultfilm „Bonnie und Clyde“ von Arthur Penn, in der Bonnies Körper, von Kugeln durchsiebt, aus dem Wagen fällt. Die Schönheit ist diesem Werk von Katharina Ziemke ebenso eingeschrieben wie der Tod. Die Künstlerin ist eine Farbvirtuosin und eine Meisterin der Hell-Dunkel-Effekte. Die Farben der Lithografie „Bonnie“ – Rosa, Indigo und Gelborange – öffnen uns ganz neue Assoziationsräume, die uns fortführen von der schlichten Interpretation des Geschehens in die eigene Fantasie hinein.
Katharina Ziemke, Bonnie
Available
Antje Dorn
Vor einem gelben Hintergrund setzen sich einzelne Worte in schwarzen unterschiedlich großen Buchstaben ab. Sie stehen Kopf, sind vertikal und horizontal angeordnet und fügen sich doch zu einem Gesamtbild zusammen – ein scheinbar organisiertes Durcheinander, das an Comicsprache erinnert. Die Begriffe als solche sind verständlich, man liest etwa „Bohnen“, „Apparat“ oder „Kopfschmerzen“. Nur Sinn machen sie in unserem klassischen Verständnis von Kontext keinen- und mit ebendiesem Moment spielt die Künstlerin Antje Dorn.
Antje Dorn hegt eine besondere Vorliebe für diversen "Stuff", Zeug oder Kram der Warenwelt also, wie Schilder auf Imbissen, Schokoladenriegel, Billboards oder Straßen-Piktogramme.
Antje Dorn, shuddup
Available
Ed Ruscha
Ed Ruscha is a pioneer of American conceptual art who influenced artists like Bruce Nauman all the way to Lawrence Wiener.
He is celebrated as the “King of the West Coast” for his unique visual language that reaches all the way from cool, elegant and desolate petrol stations and neon sign advertisements to letter pictures in which he explores the banality of everyday metropolitan life and the mass media.
Ed Ruscha, Metro Mattress #4
Ida Barbarigo
Ida Barbarigo, geboren 1925 in Venedig, stammte aus einer Familie von bildenden Künstlern und Architekten. Sie selbst studierte Architektur an der Accademia di Belle Arti di Venezia. 1949 heiratete sie den Maler Zoran Music. Barbarigos Stil ist unverwechselbar. Nach einer frühen figurativen Phase schuf sie bis zuletzt Arbeiten, die sich mit der Abstraktion auseinandersetzen. Bereits 1942 wurden ihre Werke auf der Biennale von Venedig gezeigt. Ein Höhepunkt ihrer künstlerischen Laufbahn war 1972 eine Retrospektive im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris. Nach einem langen Künstlerleben zwischen Paris und Venedig starb Barbarigo zu Beginn des letzten Jahres in ihrer Geburtsstadt. Ihr Werk wird von dem weltweit geschätzten Kunstsammler, Galeristen und Innenarchitekten Axel Vervoordt vertreten.
Ida Barbarigo , Ohne Titel (Branche Fleurie)
Available
Latifa Echakhch
Zu Schulzeiten war die französisch-marokkanische Künstlerin Latifa Echakhch (*1974) eine exzellente Läuferin. Was hielt sie davon ab, in den Leistungssport zu gehen? Die Angst davor zu gewinnen und die Angst vor zu viel Publicity, mutmaßte sie selbst in einem Interview. Schaut man auf ihren kometenhaften Aufstieg in die höchsten Gefilde der Kunstwelt, so scheint dies allerdings kaum vorstellbar. Ihr jüngstes Etappenziel: Latifa Echakhch gewann 2013 den renommierten Prix Marcel Duchamp, verbunden mit einer Einzelschau im Pariser Centre Pompidou. Früh machte sie namhafte Kuratoren wie Ruth Noack und Roger M. Buergel auf sich aufmerksam, eroberte die Londoner Tate Modern, die Kunsthalle Fridericianum in Kassel und nicht zuletzt die Venedig-Biennale.
Latifa Echakhch, Ohne Titel (Latifa Echakhch)
Available
Raymond Pettibon
For some, he is "one of the most powerful chroniclers of the American Dream", for others, the illustrator of American punk rock - who designed album covers for bands like "Black Flag" and " Sonic Youth" - is legendary. The artist in question is Californian Raymond Pettibon (born 1957). In the early 1980s, Pettibon began to publish his ink drawings, which often combine socially critical texts with images. The punk fans became art collectors and Pettibon became one of the most sought after contemporary artists to date.
Raymond Pettibon, One more line