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Achim Riethmann
Achim Riethmann – ehemaliger Meisterschüler von Leiko Ikemura – beherrscht wie kaum ein anderer die Kunst der Aquarelltechnik. Mithilfe feinster Pinselstriche und kleiner Farbflächen arbeitet er seine Motive heraus, die in ihrer Detailliertheit und ihrer Farbigkeit, changierend zwischen zartesten Blau-, Rosa-, Grün- oder Schwarznuancen, bestechend schön sind. In ihnen deuten sich jedoch Geschichten an, bei denen es nicht nur um diese vordergründige Schönheit geht.
Achim Riethmann, o.T. (Redmen IV)
Out of stock
Stefan Marx
Stefan Marx mag es einfach und konkret. Er zeichnet zumeist schwarz-weiß, Farbe ist ihm oftmals zu dekorativ. Dabei wird das Weiß ausgespart und nur das Schwarz gesetzt. Und Marx zeichnet schnell. „Ich habe mir angewöhnt, Dinge direkt durchzuziehen“, so der Künstler, der lieber Zeichner genannt werden möchte. Denn andernfalls sei die Stimmung vielleicht alsbald schon wieder eine andere. Und um diese Stimmung geht es ihm. Wie kann ich ein Lied bei mir haben, ohne die Musik laufen zu lassen? Wie kann ich Gefühl und Atmosphäre zeichnerisch beschreiben? Dem spürt Marx in seinen Bildern nach. „UNKNOWN HAPPINESS“ gelingt genau dies: Man muss unwillkürlich lächeln, wenn man Marx’ Wortbild entziffert hat, das auch der Titel eines Songs sein könnte. Die gute Laune stellt sich sofort ein.
Stefan Marx, Unknown Happiness
Available
Laura Bruce
With drawing, I like the feel, the sound, and the simplicity of soft graphite on paper“, hat Laura Bruce 2017 in einem Interview mit der Kunsthistorikerin Julia Rosenbaum gesagt. Zeichnungen standen am Anfang der künstlerischen Arbeit der US-Amerikanerin, die seit 1990 in Berlin lebt. Und zu diesem Medium ist die 60-Jährige nach einer langen Laufbahn in den Gattungen Malerei, Skulptur, Installation, Video und Performance inzwischen auch wieder zurückgekehrt.
Laura Bruce, From the Blood Meridian Series
On inquiry
Gunilla Jähnichen
Beinahe wäre die mysteriöse Figurenwelt von Gunilla Jähnichen für immer in der Versenkung verschwunden. Während Jähnichens Kunststudiums in den 1990ern war gegenständliche Malerei totgesagt. Es war eine Zeit des Umbruchs. Damien Hirst hatte gerade seine Nominierung für den Turner Prize eingeheimst, und die Young British Artists standen kurz davor, den Kunstmarkt aufzumischen.
Ausgerechnet Stanley Brouwn, ein Urvater der Konzeptkunst, unterstützte Gunilla Jähnichen in ihrem figurativen Ansatz. Brouwn leitete ihre Meisterklasse an der Kunsthochschule Hamburg. Ihm ist es zu verdanken, dass die junge Halbschwedin ihre Figuren nicht länger heimlich malen musste: „Er fand meine Arbeit authentisch,“ sagt sie im Rückblick.
Gunilla Jähnichen, Mit Pony auf Bohne
Available
Reinhard Voigt
Seine Kunst hätte ihm alles kaputt gemacht! Reinhard Voigt traf diese nicht ganz ernst gemeinte Aussage 2006, als die Galerie BQ in Köln (heute in Berlin) dem zu jenem Zeitpunkt in Vergessenheit geratenen Maler eine Einzelausstellung widmete. Dabei war es Ende der 60er Jahre niemand Geringeres als David Hockney gewesen, der Voigt eine große Karriere prophezeit hatte. Diese ließ jedoch lange auf sich warten. Heute indes werden Voigts Rasterbilder für ihre Weitsichtigkeit in Bezug auf die digitale Zukunft geschätzt.
Voigt wird 1940 in Berlin geboren. Er studiert an der Freien Akademie der Künste in Hamburg, begeistert sich für Klee und Kandinsky, unterrichtet wird er von den amerikanischen Pop-Art-Künstlern Allen Jones und David Hockney. 1978 geht er in die USA.
Das Raster ist Voigts wichtigstes Stilmittel. Mithilfe dieser speziellen Struktur setzt er seine Motive neu zusammen. Was er tut, bleibt sichtbar, vor allem in seinen frühen Bildern ab 1960. In diesem für die Kunst so zentralen Jahrzehnt arbeitet Voigt ganz auf der Höhe der Zeit. Auch Gerhard Richter, Andy Wahrhol oder Thomas Bayrle haben das Raster in ihren Arbeiten genutzt und thematisiert. Bedeutsam bei Voigt aber ist: Die Rasterung seiner künstlichen Realität aus Werbevorlagen und privaten Fotografien ist nicht perfekt.
Reinhard Voigt, Fünf Tulpen
Available
Anton Stankowski
Das Logo der Deutschen Bank kennt man auf der ganzen Welt, die Verbindung aus Schrägstrich und Quadrat ist längst zu einem der Symbole des westlichen Kapitalismus geworden. Aber kaum einer kennt den Namen, der dahintersteht: Anton Stankowski (geb. 1906 in Gelsenkirchen, gest. 1998 in Esslingen) war einer der Wegbereiter auf dem Gebiet des Grafikdesigns, aber auch Maler, Zeichner, Funktionsgrafiker und unermüdlicher Ideenfinder. Die Grenze zwischen freier und angewandter Arbeit galt weder für sein Selbstverständnis noch für die Rezeption seiner Entwürfe.
Anton Stankowski, Ohne Titel
Available
Madeleine Boschan
Artist Madeleine Boschan creates new spaces with her works. As soon as we enter her sculptural ensembles, our gaze, our demeanor, and our perception are altered. For the sculptor, the work involves nothing less than the possibility of experiencing transcendence. But this requires candor: “One can only find one’s own place alone; no one can do it for you.” To begin with, the artist repeatedly presents herself with this task whenever she first enters the exhibition spaces of her site-specific works.

Boschan works in a manner that’s equally associative and meticulous. She thinks, reads, and researches in numerous directions. Even the colors of her sculptures are often related to the history of the locations in which they’re shown.
Since the end of her studies at Braunschweig’s University of Art in 2006, Boschan’s works have been shown internationally in solo and group exhibitions, at the Art Center Los Angeles (ACLA), the Hamburger Bahnhof Museum of Contemporary Art in Berlin, Munich’s Kunstraum, in the Philara Collection in Düsseldorf, and the Vienna Secession, among others.
Madeleine Boschan, Antae (brimstone / light blue)
Available
Dorothy Iannone
Welche Antwort gibt man auf diese Frage: „Doesn't everyone make mistakes in September?" Auf 2014 datiert ist diese Edition in Schwarz-Weiß. Die Originalzeichnung entstand bereits 1976. Damals zeichnete Dorothy Iannone das Motiv auf eine Postkarte. Noch im selben Jahr gab die in Boston, Massachusetts, geborene Künstlerin ihrem Leben eine neue Richtung und ging mit einem DAAD-Stipendium nach Berlin. Dort lebt sie bis heute.
Weibliche Sexualität, freie Liebe: Iannones Kunst der Kompromisslosigkeit verweigert bereits seit den 1960er Jahren die Zensur. In Gemälden, Texten, Bilderzählungen und Filmen kämpft sie für die Emanzipation. Ihr Werk dreht sich um die sexuelle, aber auch intellektuelle Unabhängigkeit der Frau und ihrer Gleichheit im Verhältnis zum Mann.
Dorothy Iannone, Doesn’t Everyone Make Mistakes in September?
Available
Lawrence Weiner
Was wir in „A & The as an A in a Whirl“ (2008) sehen, ist etwas zwischen einer Idee und einer Skulptur aus Sprache. Wir erkennen ein Werk des US-amerikanischen Konzeptkünstlers Lawrence Weiner darin. Der Vorreiter dieser immateriellen Kunst bevorzugt abstrakte Texte. Der vorliegende erscheint in der für Weiner charakteristischen Form: Großbuchstaben, markanter Schriftzug und reduzierte Farbgebung. Das Rot und Blau unterstreicht den Text als Mitteilung. Welche Botschaft das Textbild aber hat, entscheidet allein sein Betrachter. Wer hier im Strudel der Worte gefangen ist oder von ihnen hinausgewirbelt wird, bleibt Interpretation. Die Wahrnehmung als solche, das Denken selbst wird in dieser Arbeit gespiegelt. Durch überraschende Wort-Sinn-Beziehungen, visuelle Knappheit und pointierte Zeichen stellt dieses Kunstwerk Fragen, ohne die Antwort in den Mund zu legen.
Lawrence Weiner, A & The as an A in a Whirl
On inquiry
Ed Ruscha
Ed Ruscha is a pioneer of American conceptual art who influenced artists like Bruce Nauman all the way to Lawrence Wiener.
He is celebrated as the “King of the West Coast” for his unique visual language that reaches all the way from cool, elegant and desolate petrol stations and neon sign advertisements to letter pictures in which he explores the banality of everyday metropolitan life and the mass media.
Ed Ruscha, Metro Mattress #4
Idris Khan
Mit seinem radikal reduzierten „Schwarzen Quadrat auf weißem Grund“ verabschiedete der russische Maler Kasimir Malewitsch die figurative Malerei 1915 und markierte den Beginn der gegenstandslosen Kunst. „Death of Painting“ („Tod der Malerei“) – in dieser Aussage findet dieser Nullpunkt der Kunstgeschichte seinen Kulminationspunkt. Und genau diese Aussage hat der britische Künstler Idris Khan immer und immer wieder mit dicker Ölkreide auf Papier wiederholt, und zwar so lange, bis aus der sich überlagernden Schrift wiederum ein schwarzes Quadrat entstanden ist. Rückgriffe auf die Historie – zumal auf die Geschichte der Kunst – sowie Überlagerungen ziehen sich wie ein roter Faden durch Idris Khans Werk. Berühmt geworden ist der britische Künstler, 1978 in der Nähe von Birmingham als Sohn eines muslimischen Pakistaners geboren, nach Verlassen der Royal Academy of Art in London 2004 mit digitalen Überblendungen von gefundenen Bildern oder Texten wie den Buchseiten des Koran oder den Fotografien industrieller Bauten von Bernd und Hilla Becher.
Idris Khan, every … Bernd und Hilla Becher Spherical Type Gasholder
On inquiry
Christian von Steffelin
6 Jahre, von 2003 bis 2009, dauerte die behutsame Restaurierung des Neuen Museums in Berlin, jenes Glanzstücks der dortigen Museumsinsel, das zwischen 1843 und 1855 nach Plänen des Schinkel-Schülers Friedrich August Stüler errichtet und im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde.
Der Fotograf Christian von Steffelin ahnte, als er 2005 diese Aufnahme im Nordkuppelsaal des Neuen Museums machte, nicht, dass der Raum mit der Wiedereröffnung im Jahr 2009 das „Wohnzimmer“ der Nofretete werden sollte. Von Steffelin beweist einen langen Atem, wenn er in Langzeitstudien tags oder nachts, bei Nebel oder im Morgenlicht Orte und Gebäude über Jahre hinweg fotografiert und sie damit vor dem Verschwinden und Vergessen bewahrt.
Christian von Steffelin, Nordkuppelsaal I
On inquiry
Thomas Ruff
Ruff gehört zu den bekanntesten Fotokünstlern seiner Generation. Seine Arbeiten haben den Weg in zahlreiche wichtige Museumskollektionen weltweit gefunden, darunter das Art Institute in Chicago, das österreichische Essl Museum, der Hamburger Bahnhof ‒ Museum für Gegenwart ‒ Berlin, das Metropolitan Museum of Art und das Solomon R. Guggenheim Museum in New York sowie das Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (S.M.A.K.) in Gent. Seit dem Jahr 2000 wird Ruff u.a. von der New Yorker Galerie David Zwirner vertreten.
Thomas Ruff, o.T.
Out of stock
Olaf Hajek
Olaf Hajek (born 1965) is among the best-known and most sought-after illustrators in the world. He has created illustrations for the New York Times, the Guardian and SZ-Magazin, designed a postage stamp for the British Crown, illustrated a book for Little Gurus and devised advertising campaigns for a Swedish chocolate brand.
Next to his commissioned work, all of which Hajek creates using acrylic paint while living in Berlin, he is increasingly dedicating himself to painting on a freelance basis. His style is unique: With a repertoire of colours and forms that knows no limits, Hajek conjures up dreamlike, exotic worlds in which birds and insects congregate, snakes and human bodies intertwine and women don wondrous floral arrangements. With this edition exclusively created for Artflash, we may marvel at the enchanting beauty of a woman with lavish hair, a long neck and a richly adorned forehead. In front of her face, she holds a vibrantly coloured bird-of-paradise flower, spanning colours from ochre to red, from purple to bright blue. In that way, “Flower” recalls the colourful exuberance of the Impressionists, such as that of Paul Gauguin, yet exhibits complete timelessness — simply enticing!
Olaf Hajek, The Flower
Available
Anna und Bernhard Blume
Anna and Bernhard Blume are among the pioneers of staged photography. Their unmistakable photo stories are filled with humour, madness and irony. Their black and white images, inspired by both Dada and Fluxus, parody the life of the lower middle class.
The artist couple first met in the 1960s while studying at the Kunstakademie Düsseldorf. They were both born in North Rhine-Westphalia in 1937 and spent most of their time in Cologne until Bernhard Blume’s passing in 2011. Their photo series make the madness of everyday life tangible. The artists are seen dressed in bland suits and dresses in front of the camera. The setting for their distorted imageries is the domestic environment, the kitchen, the living room. The couple doesn’t shy away from getting physical, either. Potatoes zoom through the air, vases balance on noses, Mrs Blume flies off her chair, dumbfounded. From time to time, limbs can be seen protruding from the ruins. In 1977, Anna and Bernhard Blume participate in documenta 6. In 1989, the two make their way overseas and the Museum of Modern Art, New York exhibits their works. To this day, their photographs are displayed at domestic and international exhibitions alike, most recently in 2015 at the Centre Pompidou, Paris and at the Kolumba art museum in Cologne.
Anna und Bernhard Blume, Out of the series:
Available
Sigmar Polke
Sigmar Polke’s artistic career already began at the age of six. Back then, he painted a bomber from whose belly swastikas rained down. He was a child of the war — like his artist friend Gerhard Richter, and like Richter he had fled from the GDR to West Germany. The two met at the Kunstakademie Düsseldorf, where they proclaimed the “capitalist realism” movement, in opposition to the dictates that they had experienced in East Germany. They received attention from the start, but Polke became world-renowned thanks to his painting “Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen!” (“Higher beings commanded: Paint the upper corner black!”) from 1969. Except for the black corner, the demand is noted on the white canvas in typewriter font.
Polke didn’t shy away from expressing irony and rebelled against the elevation of artistic creation and the art industry — though he would later become one of the highest-traded German artists. In 1972, curator Harald Szeemann invited him to the Documenta 5. Polke would subsequently also appear at the Documenta 6 and 7. In 1986, Polke received the Golden Lion for the German Pavilion at the Venice Biennale, and in 2002 the Praemium Imperiale in Tokyo, to name only two of his many honours.
Sigmar Polke, Undesired Gifts (Unerwünschte Geschenke)
Christo
24 Jahre lang bemühten sich Christo und Jeanne-Claude um die Realisierung ihres Projekts „Verhüllter Reichstag“. Mit 292:223 Stimmen (bei 9 Enthaltungen) endete schließlich am 25. Februar 1994 die Abstimmung im Deutschen Bundestag – mehr als eine Stunde war dort über das Kunstwerk debattiert worden.
Wenn man die magischen Bilder der Aktion sieht und Zeitzeugen hört, lässt sich nur schwer nachvollziehen, wie viele Widerstände es damals gab. Dabei war dem Künstlerpaar die Bedeutung ihres Projekts durchaus bewusst. „Wir verhüllen nicht nur ein Gebäude. Wir verhüllen die deutsche Angst, den deutschen Stolz, die deutsche Vergangenheit“, sagte Jeanne-Claude 1995 in einem ZEIT-Interview.
Die handsignierte Edition „Reichstag X“ zeigt die gewaltigen Ausmaße der Verhüllungsaktion ‒ die fließenden Stoffbahnen erscheinen in ihren schieren Abmessungen auch im Rückblick noch wie ein Wunder.
Christo, Reichstag X
Available
Piero Dorazio
The Italian abstract artist Piero Dorazio begins to paint at a zero point for the fine arts. Following World War Two, he embarks on a quest to find his own visual language: One that doesn’t illustrate anything but suffices entirely on its own. Through his paintings and sketches, the artist creates virtual colour spaces. In the spirit of Kazimir Malevich and Paul Klee, he pushes the abstraction of colour to its limits, translating visual art into subtle poetry.
Dorazio’s biography as an artist reads like a picture book: In 1947, he joins the École des Beaux-Arts in Paris. There, he meets Henri Matisse and Georges Braque. In 1953, he starts teaching at Harvard, where he meets Willem de Kooning and Robert Rauschenberg. He begins to receive invitations to the great international art shows: to the documenta in Kassel, Germany, to the Biennale in Venice. In 1961, he receives the renowned Prix Kandinsky.
Dorazio, however, longs for silence. He retreats into a deserted monastery in Italy where he creates works of art that merely appear simple because they are crafted from a place of technical perfection. Today, Dorazio’s life’s work is being rediscovered as a result of the big comeback of the ZERO movement.
Piero Dorazio, Palpito della Luce
Available
Jack Pierson
Jack Pierson arbeitet in unterschiedlichen Medien: Skulptur, Fotografie, Video und Zeichnung. International bekannt ist der US-amerikanische Künstler, geboren 1960 in Plymouth, Massachusetts, für seine Künstlerbücher wie „The Hungry Years“ und Installationen aus Buchstaben- und Wortschildern. 1991 hat Pierson erstmals alte Buchstaben, einst Werbeschriften oder Beschriftungen von Gebäuden, zu neuen Wörtern oder Sätzen zusammengefügt. Seine kurzen Statements wirken gleichermaßen politisch und poetisch auf den Betrachter. Auch seine Fotografien sind vielfältig. Pierson hat Prominente im Bild festgehalten, etwa Naomi Campbell, Snoop Dogg oder Brad Pitt. Aufmerksamkeit erregte er außerdem mit seiner Publikation „Self-Portrait“ (2003), für die er gut aussehende Männer unterschiedlichen Alters fotografierte, nicht aber sich selbst. Zeigt sich darin ein ausgeprägter Sinn für Ironie, spielen darüber hinaus Gefühle eine wichtige Rolle in Piersons Werk. 2018 hat Jack Pierson diesen wunderbaren limitierten Pigment-Print geschaffen, der atmosphärisch von hoher Dichte ist.
Jack Pierson, YELLOW ROAD
Available
Lou Loeber
Lou Loeber widmete ihr Leben ganz der Kunst. Am 3. Mai 1894 wurde sie in Amsterdam geboren; ihr wohlhabendes Elternhaus war stets offen für neue künstlerische Entwicklungen in den Niederlanden um die Jahrhundertwende. Bereits 1913 bekam Loeber ihr eigenes Atelier, 1915 wurde die junge Malerin an der Rijksacademie voor Beeldende Kunsten, Amsterdam, aufgenommen. Sie war aktive Sozialistin, Pazifistin – und Veganerin: ein moderner Mensch. Sie interessierte sich für den Kubismus und setzte sich intensiv mit „De Stijl“ und den Lehren des Bauhauses auseinander. 1931 heiratete sie den Maler Dirk Koning. Loeber starb 1983 in Blaricum, Provinz Nordholland.
Lou Loeber, Geranium
Available
Gregor Hildebrandt
Manchmal, so hat es der Künstler und Musikliebhaber Gregor Hildebrandt in einem Videointerview mit dem Journalisten Jan Lüthje gesagt, wolle er ein Bild schaffen und suche nach einem Lied. Oder es liefe umgekehrt, und er habe ein Lied und wolle dazu ein Bild schaffen. Eins ist klar: Musik und Bilder lassen sich bei dem 1974 in Bad Homburg geborenen Künstler nicht trennen. Willkürlich ist die Musikauswahl nicht. Lieder von „The Cure“ oder „Einstürzende Neubauten“ gehören zu den Favoriten. Sound an sich hört man jedoch nicht in Hildebrandts Kunst. Seine zentrale Fragestellung lautet: Wie gelingt es, Musik zu visualisieren? Wie wird etwas sichtbar, was ich eigentlich nur höre? Die Materialauswahl seiner Werke gibt die Antwort: Hildebrandt gehört in der Gegenwartskunst vermutlich zu den größten Verwertern von analogen Datenträgern. Das Tape von Audio- und Videokassetten, das schwarzglänzende Band, ist nicht nur Träger von Musik, es ist auch das Material von Hildebrandts Bildern. Daneben nutzt er in seinen Collagen und Assemblagen häufig Vinyl. Seine Werke sind meistens abstrakt. Manche Arbeiten erinnern mit ihren tiefschwarzen, monochromen Flächen an Malewitschs „Schwarzes Quadrat“, einen Meilenstein der modernen Malerei; andere sind äußerst farbenfroh oder zumindest farbig überarbeitet ‒ in der Materialverwendung sind sie jedoch alle konsequent. Jenseits des Tafelbildes realisiert Hildebrandt auch Skulpturen und Installationen
Gregor Hildebrandt, Ohne Titel
Available
Walter Dexel
Dexels Holzschnitt „Composition“ aus dem Jahr 1924 zeigt, dass er zu den großen konstruktivistischen Künstlern des 20. Jahrhunderts gehört. Mit einfachen geometrischen Formen erzeugt er dreidimensionale Tiefe – und entfacht so eine starke Sogwirkung, die sich unmittelbar auf uns als Betrachter überträgt.
Werke von Dexel sind z.B. in der Kunstsammlung Jena und der Hamburg Kunsthalle, im Frankfurter Städel Museum und in der New Yorker Neuen Galerie vertreten und werden u.a. bei Christie‘s versteigert.
Walter Dexel, Composition
On inquiry
Markus Oehlen
Begonnen hat er als die Verkörperung des ‚Jungen Wilden’ schlechthin, der die vom atomarem Wettrüsten geprägte No-Future-Stimmung der 80er Jahre als Punk-Musiker auf den Punkt brachte: Markus Oehlen, Jahrgang 1956, einst Schlagzeuger der Band ‚Fehlfarben’, heute international anerkannter Maler und Bildhauer sowie Professor an der Akademie der Bildenden Künste München. </p>
<p>Oehlen, gelernter technischer Zeichner, hat eine ihm ganz eigene Bildsprache entwickelt: In mehreren Bildschichten übereinander gelagert, teils gedruckt, teils gemalt, lässt er Kompositionen aus grafisch-linearen, abstrakten und figurativen Elementen entstehen, die in ihrer Farbigkeit dreidimensional werden – sie erscheinen plastisch und sind doch nicht zu greifen. Mit immer neuen Materialien, von Wachs, Lack und Kugelschreiber bis hin zur Verwendung von Fotos und computergenerierter Muster sprengt Oehlen auch in seiner Technik den Rahmen des Gewohnten.
1993 widmete das MOMA New York Markus Oehlen zusammen mit Georg Herold eine Werkschau als den zwei herausragenden Vertretern der dritten deutschen Nachkriegs-Künstlergeneration.
Markus Oehlen, Old Venlo
On inquiry
Lou Loeber
Lou Loeber widmete ihr Leben ganz der Kunst. Am 3. Mai 1894 wurde sie in Amsterdam geboren; ihr wohlhabendes Elternhaus war stets offen für neue künstlerische Entwicklungen in den Niederlanden um die Jahrhundertwende. Bereits 1913 bekam Loeber ihr eigenes Atelier, 1915 wurde die junge Malerin an der Rijksacademie voor Beeldende Kunsten, Amsterdam, aufgenommen. Sie war aktive Sozialistin und Pazifistin. Sie interessierte sich für den Kubismus und setzte sich intensiv mit „De Stijl“ und den Lehren des Bauhauses auseinander. 1928 schuf Loeber diesen bemerkenswerten Siebdruck in den Primärfarben Gelb, Rot und Blau neben Tiefschwarz und Grau - abstrakt und konkret zugleich!
Lou Loeber, Zonnebloemen
On inquiry
Stefan Marx
Seine Zeichnungen zieren neben Galeriewänden auch Plattencover, Skateboards, Zines und Theater-Broschüren. Die Rede ist von Stefan Marx, Jahrgang 1979. Der Zauber seiner Arbeiten liegt im Alltäglichen, das sie verhandeln. Für artflash hat Marx eine Edition mit Unikatcharakter geschaffen – humorvoll und eigensinnig – und limitiert auf 16 Exemplare.
Stefan Marx, Moonlightsss
Available
George Byrne
A swim ring’s shadow shimmers in the turquoise of a hotel pool. The angular railing of a single stair step appears like a sculpture, out of place. A dissimilar pair of palm trees reaches into the infinity of the clear blue sky, one of them completely in white. Its shadow likewise appears misplaced: Its stage is a light green wall adjacent to a deserted parking space. Shadows, palm trees, anonymous buildings, lifeless places, bizarre details — photographer George Byrne, born 1976 in Sydney, looks where nothing appears to be happening at all. But the street and landscape photography radiates, it is pure joie de vivre. A road movie that passes through enchanting colours, glimmering lights and unusual image compositions.
Byrne graduated from Sydney College of The Arts in 2001, travelled extensively, and then settled in Los Angeles in 2010 where he has been focusing on his photographic practice.
George Byrne, 99 Silverlake #3
Available
Christoph Niemann
Die Arbeiten des international gefragten Illustrators und Künstlers Christoph Niemann sind genauso schlicht wie genial: Wenn ein Mohnbrötchen in seinen Zeichnungen zum Dreitagebart mutiert, Bananen zu Hinterflanken eines Pferdes oder Eddings zu gestiefelten Beinen werden, nicken wir zustimmend und müssen schmunzeln. Aber selber darauf gekommen wären wir nie! Seit sieben Jahren postet Niemann in seinem Sonntags-Blog „Abstract Sunday“ in der „New York Times“ seine erfindungsreichen und humorvollen alltäglichen Beobachtungen. Der für artflash geschaffene Siebdruck trägt den einfachen Titel „Legs“ – und erzählt doch so viel mehr!
Christoph Niemann, Legs
Available
Louise Bourgeois
It is no exaggeration to call Louise Bourgeois the grand dame of contemporary art. The artist who died in 2010 with 98 years of age was exhibited in the biggest museums worldwide and in 1982 the Museum of Modern Art in New York even dedicated a solo-exhibition to her - it was the first time in the museum’s history that this honour was shown
to a woman. Despite that Bourgeois is also known as on of the most expensive artists worldwide and her sculptures, installations of bronze, marble, plaster and latex are
achieving the highest offers. Nevertheless this honouring is not necessarily in Bourgeois personal interest. The emancipated artist, who was born in France but lived in New York since 1938, always rebelled against the conventional and against what was supposed to be suited for a lady. Even when she was in her later years Bourgeois still organized her legendary salons in her studio in Chelsea and looked for the exchange with young artists
She remained a person of inquiry, who used her autobiographical inspired art to address feelings of anxiousness, hatred, madness and most of all her traumatizing childhood memories.
Louise Bourgeois, The Reticent Child
On inquiry